«Hocked ane» vereint das Dorf

Eingebettet in das 1150-Jahre-Jubiläum von «Pichilin wilare», flogen am Samstag die Späne. Auf dem Schulhausareal sind diverse Sitzgelegenheiten entstanden: Designt von den später Besitzenden, hergestellt von sieben Holzfachleuten.

Christine Gregorin
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Unter den prüfenden Blicken der «Designerinnen» und «Designer» kreieren die Holzfachleute eine Sitzgelegenheit nach der anderen. (Bild: Christine Gregorin)

Unter den prüfenden Blicken der «Designerinnen» und «Designer» kreieren die Holzfachleute eine Sitzgelegenheit nach der anderen. (Bild: Christine Gregorin)

BICHWIL. Von weit her ist zwischen 10 und 16 Uhr das alles durchdringende Geräusch der Motorsägen zu hören. Während der Mittagsruhezeit wird kurz innegehalten. Der kontinuierlich an- und abschwellende Lärmpegel auf dem gegenüber der Mehrzweckanlage provisorisch eingerichteten Maschinenpark stammt indes nicht allein von den einschneidend rotierenden Kettenblättern – Schiffhobelmaschine, Höhler und Schleifmaschine stehen ebenso im Einsatz wie der Rindenschäler.

Unter prüfenden Blicken

Sieben Holzfachleute sind an der Arbeit. Die Freude an ihrem für einmal eher aussergewöhnlichen Betätigungsfeld ist ihnen anzusehen. Unter den prüfenden Blicken der «Designerinnen» und «Designer» – die notabene aus sicherheitstechnischen Gründen hinter der Abschrankung bleiben müssen – setzten die Profis ihren Auftrag gemäss Plan um. Bis hin zum kontrollierenden Probesitzen kann je nach Komplexität der Vorgaben einige Zeit vergehen. Diese wird von den Anwesenden meist spontan mit einem Aufenthalt in der Festwirtschaft überbrückt. Denn auch von deren Standort aus kann das Geschehen bequem im Auge behalten werden. Für das Feintuning, das heisst die abschliessenden Schleifarbeiten, zeichnen die zehn Helfer des Fassdaubenclubs Bichwil verantwortlich. Sie sind letztlich auch für den sicheren Transport nach Hause zuständig.

Neue Bestimmung gefunden

Verarbeitet wird Rot- und Weisstannenholz aus den nahen Wäldern von Wildberg und Eppenberg. Hanspeter Wild – innerhalb des Organisationskomitees zuständig für das Fachliche – weiss, dass überdies auch die grosse, einst bei der Kirche beheimatete Birke verwertet wird. Sie musste aufgrund von Sanierungsarbeiten weichen. Hat dieser alte Baum im Dorf doch eine sehr emotionale Bedeutung, denn wer auch immer hier geheiratet hat, liess sich zur Erinnerung unter besagter «Birke der Herzen» ablichten.

Rundum gelungener Event

«Wir haben schon so viele positive Feedbacks erhalten», freuen sich die Initiantinnen Pascale Brun, Kerstin Schwarz und Karin Vollenweider. Die dankbaren Gesichter und nicht zuletzt der rege Besucheraufmarsch belohnen die drei Vorstandsmitglieder der Frauengemeinschaft Bichwil für das im Vorfeld Geleistete. Noch ist ihre Arbeit nicht zu Ende: Nächsten Samstag werden die restlichen Sitzgelegenheiten gefertigt.