Hochzeitsvorbereitungen abgesegnet

Andrea Häusler
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Vereinigung Der Verwaltungsrat von Katholisch-Degersheim darf eine Vereinigung der Kirchgemeinde mit Wolfertswil-Magden­au, Flawil und Niederglatt zu einer Kirchgemeinde vertieft prüfen und der Stimmbürgerschaft im Herbst ein Gutachten mit Antrag vorlegen. Die Grundsatzabstimmung fände – das Einverständnis aller vier beteiligten Kirchgemeinden vorausgesetzt – im November an der Urne statt.

Die 69 anwesenden Stimmberechtigten der Katholischen Kirchgemeinde Degersheim (7 %) gaben ihren Segen am Montag mehrheitlich und nach eingehender Diskussion. Obwohl die Vereinigung allein den verwaltungsrechtlichen Teil der Kirchenverwaltung betrifft und die Pfarreien selbstständig bleiben. Und obgleich heute schon ein Teil der administrativen Aufgaben in den «Verein der Kirchgemeinden der Seelsorgeeinheit Magdenau» (VKSM) ausgelagert ist.

Die Skepisis ist gross. Dies ging aus den diversen Voten hervor. Nach der Vereinigung werde die Kirchgemeinde anonymer und man gebe den Einfluss auf eigene Bauten ab, wurde eingebracht. Die Distanz zur Kirchgemeinde vergrössere sich und damit auch die Zahl der Austritte, hiess es ferner. Und ein Bürger fand: «Kein Vorteil ist so gross, um den Verlust der Gemeinde aufzuwiegen.»

Eben diese Vorteile (effizientere und professionellere Führung, einfachere Strukturen, angeglichene Steuerfüsse, weniger Personalrekrutierungsprobleme etc.) legte Verwaltungsratspräsident Markus Stäheli dar. Er verschwieg aber auch nicht die Nachteile wie die potenzielle Mehrbelastung für einige Ratsmitglieder oder eher bescheidene Einsparungen. Schliesslich, sagte er, sei die Vereinigung eine Alternative zu einem Zweck- oder Gemeindeverband, in den die Seelsorgeeinheiten laut Dekret des Katholischen Konfessionsteils bis Ende 2018 überführt werden müssten. Die neue Kirchgemeinde würde am 1. Januar 2020 den Betrieb aufnehmen.

Im weiteren genehmigten die Anwesenden die Rechnung 2016 mit einem Ertragsüberschuss von 6684 Franken und segneten das Budget 2017 mit einem Verlust von 43920 Franken ab. Der Steuerfuss bleibt bei 27 %.

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch