Hochspannung bis zum Schluss

CURLING. In Uzwil fand die fünfte von neun Runden der Ostschweizer Superliga statt. Alle drei Uzwiler Teams gingen siegreich aus ihren Partien hervor. Uzwil Selection gewann im Zusatzend nach hochdramatischem Spiel gegen Leader Frauenfeld.

Urs Nobel
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Romano Ruch, Skip der Uzwiler Senioren, zeigt, wie der Stein gespielt werden soll. (Bild: URS NOBEL)

Romano Ruch, Skip der Uzwiler Senioren, zeigt, wie der Stein gespielt werden soll. (Bild: URS NOBEL)

Drei Uzwiler Teams auf vier Rinks, das verlangt auch von den Zuschauern hohe Konzentration, wenn sie von den Lokalmatadoren nichts verpassen möchten. Weil sich jedoch sowohl die Uzwiler Damen als auch die Senioren bald einmal uneinholbar abgesetzt hatten, konzentrierte sich das Interesse auf das Geschehen auf Rink 1, auf welchem sich der Leader CC Frauenfeld (Skip Michi Höchner) und das zweitplazierte Uzwil Selection (Skip Rolf Bruggmann) ein spannendes Duell lieferten.

Spektakel nach 0:0

Beide Teams wollten zu Beginn der Partie keine Risiken eingehen, und so stand es nach zwei Ends noch 0:0. Erst im dritten End begann das Spektakel: Skip Rolf Bruggmann reüssierte mit einem Double-Take-out und Uzwil lag vor dem letzten Stein der Thurgauer sehr gut im Haus plaziert. Doch Skip Michi Höchner konterte und realisierte eine 2:0- Führung für sein Team. Uzwil hielt dem Druck stand und glich wieder aus. Im fünften und sechsten End schrieben jeweils beide Teams zwei Steine, eine spannende Schlussphase war angesagt. Michi Höchner musste sich im siebten End einen Stein «stehlen» lassen, so dass Uzwil erstmals in Führung gehen konnte. Frauenfeld glich jedoch postwendend aus, das Zusatzend musste entscheiden. Mit dem letzten Stein bekundete Skip Rolf Bruggmann keine Mühe, zu punkten und den Sieg seines Teams sicherzustellen.

Romano Ruch, Skip der Uzwiler Senioren, zeigt, wie der Stein gespielt werden soll. (Bild: URS NOBEL)

Romano Ruch, Skip der Uzwiler Senioren, zeigt, wie der Stein gespielt werden soll. (Bild: URS NOBEL)

Risiko zahlte sich aus

Die Uzwiler Senioren, bestehend aus Romano Ruch (Skip), Marco Ruch, Thomas Dudli und Jürg Müller, starteten hellwach in die Partie gegen CC St. Galler Bär «Schmuckschmiede» und realisierten gleich im ersten End ein Dreierhaus. Mit dem Vorteil des letzten Steins kamen die St. Galler aber wieder bis auf einen Punkt heran, ehe sich die Uzwiler nach und nach von ihrem Gegner absetzten. Das hohe Resultat von 12:3 für das Heimteam spiegelte aber die wirklichen Stärkeverhältnisse beider Teams nicht wider. Der Erfolg musste nämlich erkämpft werden, und die Uzwiler spielten in einigen Szenen sehr mutig, um den Gegner zu distanzieren. Das risikobehaftete Spiel zahlte sich jedoch aus, und das Team Timeout-Kreuz steuerte auf einen schliesslich ungefährdeten Sieg zu. Es war der vierte Sieg im fünften Spiel, was in der Zwischenabrechnung einen Sprung von Rang 3 auf Rang 2 zur Folge hatte. Man darf schon jetzt darauf gespannt sein, ob es den Uzwiler Senioren am Spielabend in zwei Wochen in Wildhaus gelingt, den Leader Frauenfeld zu besiegen. In der Form vom vergangenen Montag müssen sie sich jedenfalls nicht vor ihrem Gegner verstecken.

Nur zu dritt angetreten

Als dritte Uzwiler Vertreter stand das Damenteam mit Skip Ursi Hegner im Einsatz. Mit dem Team St. Galler Bär «Paddy Sport» trafen die Untertoggenburgerinnen auf einen sogenannt «leichten» Gegner. Sie spielten jedoch nur zu dritt, was die Sache nicht einfacher machte. Doch alles ging gut, es resultierte ein klarer 12:4-Erfolg. Die Basis zum Sieg legte das Team im ersten End, als es ein Dreierhaus realisierte.

Das Curling-Restaurant Timeout war gut besetzt, das Interesse an den Spielen gross. (Bilder: Urs Nobel)

Das Curling-Restaurant Timeout war gut besetzt, das Interesse an den Spielen gross. (Bilder: Urs Nobel)