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Hochsaison in der Kleinmosterei

Das Mosten hat bei den Fraefels eine lange Familientradition. Die Mosterei in Henau wird in der fünften Generation betrieben. Das Obst liefern Landwirte aus der Region.
Urs Bänziger
Stefan Fraefel kontrolliert einen der Silos. Vom Förderband «regnet» es nur so von Mostäpfeln. (Bilder: Urs Bänziger)

Stefan Fraefel kontrolliert einen der Silos. Vom Förderband «regnet» es nur so von Mostäpfeln. (Bilder: Urs Bänziger)

Das «Baby» arbeitet rund um die Uhr. Es presst mit ungeheurer Kraft den Saft aus den Äpfeln. Die Mosterei von Arthur Fraefel und seinem Sohn Stefan hat zurzeit Hochsaison. Die Bauern bringen täglich tonnenweise Mostobst nach Henau. Nur vom Samstagnachmittag bis am Sonntagmittag wird dem «Baby» eine Verschnaufpause gegönnt.

Seit 1971 verrichtet die Obstpresse bei den Fraefels ihren Dienst. «Sie ist das Herzstück unserer Mosterei. Darum ist sie auch mein <Baby>», sagt Arthur Fraefel schmunzelnd. Schon sein Urgrossvater hatte Obst gepresst. «Unsere Familie mostet seit über 100 Jahren», erzählt Arthur Fraefel. Mit seinem Sohn Stefan wird der Betrieb inzwischen in der fünften Generation geführt.

2011 war ein absolutes Rekordjahr

Neben der Mosterei betreiben die Fraefels eine Brennerei, einen Wein- und Getränkehandel sowie ein Festlieferdienst. Im Oktober sind ihre ohnehin schon langen Arbeitstage noch länger. «Da bleibt gerade noch Zeit zum Essen und Schlafen», sagt Stefan Fraefel. «In der Hauptsaison pressen wir täglich 60 bis zu 100 Tonnen Mostobst.»

1500 bis 2000 Tonnen Mostobst verarbeitet die Mosterei Fraefel durchschnittlich pro Saison. Das seien circa 1,5 Prozent der gesamtschweizerischen Ernte, erklärt Stefan Fraefel. «Wir haben aber auch schon grössere Mengen verwertet. Ein absolutes Rekordjahr war 2011, als wir rund 3000 Tonnen pressten.»

Die meisten sind langjährige Lieferanten

Beliefert wird die Mosterei in Henau von Landwirten aus der Region. «Mit den meisten der 140 Lieferanten haben wir eine langjährige Geschäftsbeziehung, die auf gegenseitiger Wertschätzung beruht. Wir schätzen die Qualität ihres Obstes und die Bauern sind froh, dass ihre Äpfel und Birnen nicht irgendwo in der Schweiz, sondern immer noch in der Region gepresst werden», sagen die Fraefels. Kaum hat ein Landwirt seinen Kippanhänger geleert, fährt schon der nächste mit dem Traktor vor. Ein kurzer Schwatz, und nachdem die Ladung gewiegt ist, rollt das Obst in die Silos. Nach dem zweimaligen Waschen kommen die Blauacher, Tobiässler, Boskop und andere Sorten von Mostäpfeln in den Schlund des «Baby». Das meiste des frisch gepressten Apfelsaftes verkaufen die Fraefels an die Mosterei Möhl in Arbon weiter, die damit Shorley, Saft vom Fass und andere Getränke produziert. Ein kleiner Teil wird über den eigenen Getränkehandel vertrieben. Den Trester liefert die Henauer Mosterei an einen Abnehmer in Niederuzwil, der daraus Futtermittel herstellt.

Eine lange Tradition hat bei den Fraefels auch die Brennerei. «Nach den strengen Tagen mit Mosten ist die Arbeit in der Destillerie Passion und zugleich Erholung», sagen Vater und Sohn.

Arthur Fraefel wirft einen Blick in sein «Baby», die Bucher-Obstpresse, die seit 1971 in der Mosterei in Betrieb ist.

Arthur Fraefel wirft einen Blick in sein «Baby», die Bucher-Obstpresse, die seit 1971 in der Mosterei in Betrieb ist.

Im Oktober hat die Mosterei in Henau Hochsaison. Die Landwirte laden täglich tonnenweise Mostobst ab.

Im Oktober hat die Mosterei in Henau Hochsaison. Die Landwirte laden täglich tonnenweise Mostobst ab.

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