Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Hitze auf dem Golfplatz in Niederbüren: Nur das Green muss grün bleiben

Die anhaltende Dürre macht dem Golfplatz in Niederbüren nicht einmal gross zu schaffen. Bislang reicht es aus, das Gras mit einer speziellen Schnitttechnik zu pflegen und die Spielflächen abends zu bewässern. Allerdings ist der Arbeitsaufwand grösser.
Angelina Donati
Flächen auf dem Golfplatz Niederbüren, die nicht zum eigentlichen Spielbereich gehören, sind nun teilweise verdorrt. (Bilder: Angelina Donati)

Flächen auf dem Golfplatz Niederbüren, die nicht zum eigentlichen Spielbereich gehören, sind nun teilweise verdorrt. (Bilder: Angelina Donati)

Der abendliche Spaziergang zum Clubhaus des Ostschweizerischen Golf Clubs in Niederbüren verlangt einiges ab. Die Luft ist schwül und die Sonne brennt unbarmherzig auf den Asphalt. Alles scheint irgendwie still zu stehen. Die drückende Sommerhitze macht dem Körper innert wenigen Minuten zu schaffen.

Nur die Fahrt im Golfwägeli über das Gelände bringt mit dem frischen Fahrtwind die ersehnte Abkühlung. «An vereinzelten Stellen lassen sich bislang braune Stellen im Gras erkennen», sagt Daniel Schweizer, Geschäftsführer des Ostschweizerischen Golf Clubs. Dies seien aber allesamt Flächen, die nicht zum Spielbereich gehörten. «Für uns unterscheidet sich dieser Sommer nicht gross von anderen», sagt er, während er im Golfwägeli über die leicht hügelige Landschaft der rund 40 Hektaren grossen Anlage braust.

Geschäftsführer Daniel Schweizer unterwegs auf dem Golfwägeli.

Geschäftsführer Daniel Schweizer unterwegs auf dem Golfwägeli.

Pflanzen sind grossem Stress ausgesetzt

Dennoch muss der Betrieb einiges beachten, damit die Natur nicht zu stark unter der Dürre leidet, und mit Massnahmen reagieren. «Das Wichtigste ist, dass das Green grün und gesund bleibt», sagt Schweizer und zeigt auf die Spielfläche, die als Zielbereich klassiert wird. Grüner als grün könnte es tatsächlich nicht sein.

Damit das auch so bleibt, wird der Bereich nun jeweils abends in Zeitintervallen bewässert. «Die Kaltverdunstung sorgt zusätzlich für Abkühlung.» Auch beim Schnitt des Grases gibt es Tricks, die die Zuständigen des Golfbetriebs, der Head-Greenkeeper mit seinem Team, zu dieser Jahreszeit besonders beherzigen. «Bei diesen heissen Temperaturen sollte etwa das Gras nicht zu tief geschnitten werden», sagt Schweizer. Was in Zahlen heisst, dass die Greens nun 4 Millimeter hoch sind anstelle der gewohnten 3,2 Millimeter. Kommt hinzu, dass das Gras nicht mehr täglich geschnitten wird, sondern ein- bis zweimal pro Woche. Nach Möglichkeit wird das Green ausserdem mit einer speziellen Maschine geglättet statt geschnitten und somit geschont.

All diese Pflegemassnahmen bedeuten weniger Stress für die Pflanzen und fördern somit die Regeneration, wie Schweizer weiter ausführt. «Denn Stress haben die Pflanzen unter den aktuellen Umständen schon genug.»

Der Wasserstand des Naturweihers auf dem Golfgelände war selten so tief.

Der Wasserstand des Naturweihers auf dem Golfgelände war selten so tief.

Spielbeginn in frühen Morgen vorverlegt

Obwohl sich immer wieder schattige Plätze auf dem Gelände in Niederbüren finden lassen, brennt die Sonne auch hier unaufhaltsam nieder. Das wirkt sich auf den Spielbetrieb aus. Während der Mittagszeit ist auf dem Golfplatz kaum jemand anzutreffen – die Mitglieder verlegen ihr Spiel in die frühen Morgenstunden oder weichen auf den späten Abend aus. «Die Ersten stehen um 5.30 Uhr auf dem Platz», sagt der Geschäftsführer.

Auch die Turniere würden nun früher starten. «Wer jetzt Golf spielt, muss unbedingt genügend Wasser trinken. Zwei bis drei Liter sollten es schon sein.» Zur Erfrischung stehen den Teilnehmern nach den ersten neun Löchern auf der Terrasse gekühlte Handtücher zur Verfügung. Und natürlich seien auch Schirme oder Kappen, die die empfindliche Kopfhaut schützen, fast schon ein Muss.

Alles in allem scheint die Hitze den Golfbetrieb dennoch nicht gross zu tangieren. «Wir haben es schlimmer erwartet», sagt Daniel Schweizer. Immerhin habe es ja auch einzelne Regenschauer gegeben. Allerdings ist der Hitzesommer noch nicht ganz ausgestanden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.