Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HINTERTHURGAU: Die Kleinen wollen zusammenspannen

Die katholischen Kirchgemeinden Au, Dussnang und Fischingen planen den Zusammenschluss. Dahinter stecken unter anderem auch finanzielle Überlegungen.
Roman Scherrer

Gemäss Stand aus dem Jahr 2016 kann die katholische Kirchgemeinde Au nur gerade 87 Stimmberechtigte vorweisen (siehe Tabelle). Sie ist damit die kleinste katholische Kirchgemeinde im Kanton Thurgau. Kleinstkommunen wie Au haben oft Mühe, Leute für ihren Vorstand zu finden. Dies zeigt sich etwa am Beispiel der katholischen Kirchgemeinde Bettwiesen, welche – unter anderem – mangels Kandidaten seit zwei Jahren ohne Behörde auskommen muss.

Keine Einwände der Landeskirche

Nicht zuletzt aus diesem Grund dürften die katholischen Kirchgemeinden Au, Dussnang und Fischingen einen Zusammenschluss ins Auge gefasst haben. Am Montag, 26. Februar, informieren die drei Kirchgemeinden über ihr geplantes Fusionsprojekt. «Wir begrüssen grundsätzlich solche Fusionen. Sie garantieren, dass langfristig genügend Leute für die Kirchenvorsteherschaften gefunden werden können. Ausserdem können dadurch Synergien genutzt werden», sagt Cyrill Bischof, Kirchenratspräsident der katholischen Landeskirche Thurgau.

Aus den Kirchengemeinden ist zu hören, dass der Finanzausgleich, welchen die Synode der Thurgauer Landeskirche vor rund zwei Jahren beschlossen hat, die kleineren Kirchgemeinden zu Fusionen zwingt. «Mit dem neuen Finanzausgleich fliesst gleich viel Geld in die Region wie zuvor», sagt Cyrill Bischof. Früher seien allerdings die Kirchgemeinden wesentlich besser gefahren, wenn sie eigenständig blieben. Auf der anderen Seite wurden Gemeinden, die sich zusammenschlossen, finanziell fast schon bestraft.

Dies sei mit dem neuen Finanzausgleich nicht mehr der Fall. «Es ist kein Zwang zur Fusion, sondern ein Anreiz», betont Bischof.

Bichelsee-Balterswil will eigenständig bleiben

Schon an der Versammlung der katholischen Kirchgemeinde Dussnang vor rund einem Jahr ist eine Fusion mit Au und Fischingen diskutiert worden. Damals stand im Raum, auch Bichelsee-Balterswil mit ins Boot zu holen, welches mit den anderen drei Gemeinden den Pastoralraum Tannzapfenland bildet.

Beim aktuellen Fusionsprojekt ist die katholische Kirchgemeinde Bichelsee-Balterswil jedoch kein Thema mehr. «Wir haben die Meinung von mehreren Kirchbürgern erfragt und sind dadurch zum Schluss gekommen, dass die Zeit für eine Fusion jetzt noch nicht reif ist», sagt Daniela Albus, Gemeindeleiterin von Bichelsee-Balterswil. Natürlich spiele aber auch das Finanzielle eine Rolle – Katholisch Au, Dussnang und Fischingen haben einen um zwei Prozentpunkte höheren Steuerfuss als Bichelsee-Balterswil.

«Ein Zusammenschluss von unserer mit den drei anderen Gemeinden wäre zudem komplizierter, da sie den Rahmen der politischen Gemeinde übersteigen würde», räumt Daniela Albus ein. «Dass Bichelsee-Balterswil derzeit nicht Teil des Fusionsprojektes ist, ändert aber nichts an unserer guten Zusammenarbeit im Pastoralraum.»

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Eine Informationsveranstaltung zum geplanten Fusionsprojekt findet am Montag, 26. Februar, um 19.30 Uhr im Singsaal des Sekundarschulhauses in Oberwangen statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.