Hinkende Kühe und eine Glocke: Niederhelfenschwil im Vorfestfieber

Mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsabend warb die Musikgesellschaft Niederhelfenschwil am Samstag für das Fünf-Tage-Fest vom Auffahrtswochenende 2020.

Vroni Krucker
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Eine der drei Spezialformationen, die am Unterhaltungsabend vom Samstag auftraten: Hier bei der Präsentation der Polka «Bis bald auf Wiedersehn». (Bilder: Vroni Krucker)

Eine der drei Spezialformationen, die am Unterhaltungsabend vom Samstag auftraten: Hier bei der Präsentation der Polka «Bis bald auf Wiedersehn». (Bilder: Vroni Krucker)

Die Kompositionen «Celebration», «Fröhliche Zeiten», «A new Age», «Music» und «Stunde der Freude» waren inhaltlich eine Vorschau auf das Programm, das den Gästen an den Festtagen um das kommende Auffahrtswochenende geboten wird. Mit speziellen Formationen und diversen Soli präsentierten die Bläserinnen und Bläser ihr Können und ihre Freude an der Blasmusik.

Einmal mehr bewies Dirigent Marcel Eggler sein Flair für besondere Vorträge und unterhaltsame Einlagen. Xaver Angehrn dankte ihm für seinen grossen Einsatz und betonte: «Wir haben gute Proben, manchmal auch sehr lustige, vor allem wenn Marcel einen seiner Sprüche loslässt, wie: «Ehr spieled wiä e Chue wo hinkt», mit Bezug auf seinen eigenen Bauernbetrieb.

Kreismusiktag der besonderern Art

Als jüngstes Mitglied spielte Elias Buchmann erstmals an einem Unterhaltungsabend seines Vereins mit. Yannik Isenring und Noel Buchmann sind noch in der Ausbildung –Nachwuchs ist also gewährleistet.

Ein wichtiger Fixpunkt am Festwochende ist der Kreismusiktag. Es ist typisch für den Dirigenten, dass er sich etwas Besonderes wünscht - «nöd eifach so öppis ganz Normals» erklärte Marcel Eggler. So gibt es nach jedem konzertanten Vortrag eine Polka mit einem Publikumswettbewerb. Drei Gruppen zeigten, wie das gemeint ist. Ein wichtiger Punkt ist auch das Mega-Klassentreffen am Auffahrtstag. «Weisch no» wird dann wohl eine oft gestellte Frage sein, gibt es doch viele Männer und Frauen, die sich seit der Schulzeit nicht mehr gesehen haben.

10 Jahre Marcel Eggler

Seit zehn Jahren liegt die musikalische Leitung der Musikgesellschaft Niederhelfenschwil bei Marcel Eggler. Was ihn bewogen hatte, den Dirigentenstab zu übernehmen, wollten wir wissen. «Ich liebe Musik, bin in diesem Verein gewachsen und ihm sehr verbunden» erklärte er. «Es ist eine sehr angenehme Zusammenarbeit. Ich kann eigene Wünsche verwirklichen und darf auf die Unterstützung der Mitwirkenden zählen». Allerdings sei das Amt mit viel Arbeit und einem grossen Zeitaufwand verbunden, nebst dem grossen Bauernbetrieb nicht immer einfach zu bewältigen. «Aber wenn man etwas mit Leidenschaft macht, findet man auch die Zeit dafür», meinte er.

Eine Glocke für den Dirigenten. Von links: Perkussionistin Doris Moser, Präsident Xaver Angehrn und Dirigent Marcel Eggler.

Eine Glocke für den Dirigenten. Von links: Perkussionistin Doris Moser, Präsident Xaver Angehrn und Dirigent Marcel Eggler.

Für die Zukunft wünscht sich Marcel Eggler einen weiterhin lebendigen, zielstrebigen Verein, in dem sich jede und jeder wohl fühlt. Er möchte fördern, ohne das Korps zu überfordern. Er selbst liebt auch berührende Musik sehr, zum Beispiel Kirchenkonzerte. Ideal sei allerdings eine gesunde Mischung. Zudem möchte er die Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule intensivieren, um dadurch mehr Jungbläser für das Korps zu motivieren. Seine Liebe zur Musik war aus jedem Wort spürbar.