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Hingabe und harte Arbeit

WIL. Die Wiler Singer-Songwriterin Marina Niedermann spielt in den nächsten Wochen gleich an mehreren grösseren Events und wartet zu einem grossen Teil mit einem neuen Repertoire auf.
Jonas Lüdi
Marina Niedermann, versunken in ihrer Welt von Gitarren, Pedalen und Loops. (Bild: Jonas Lüdi)

Marina Niedermann, versunken in ihrer Welt von Gitarren, Pedalen und Loops. (Bild: Jonas Lüdi)

WIL. Vor einigen Jahren hat sich Marina Niedermann mit der Band Cosmic Rabbits als Leadsängerin und Gitarristin einen Namen gemacht. Nach deren Auflösung ging sie mit ihren engsten Verbündeten, ihren Gitarren, auf Solotour. Nun steht ihr Name gross auf den Plakaten und Flyern vom Clanx-Festival oder jenen des «Lakeside Unplugged», an dem sie im Vorprogramm von Blues Max auftreten wird. Zum 25-Jahre-Jubiläum des Gare de Lion in Wil darf sie neben den Briten We have a Band oder Schweizer Grössen wie Famara und Baze die Bühne rocken. In diesem Rampenlicht möchte Marina Niedermann dem Publikum neue Songs vorsetzen, die sie mit Loops und Mehrstimmigkeit würzt.

Ideen sind da

«Ich bin eigentlich stets kreativ. Doch bis eine Song-Idee zu einem kompletten Song gereift ist, vergehen viel Zeit und Aufwand», gesteht die Musikerin. Oftmals finde sie eine Idee bereits am nächsten Tag nicht mehr so interessant, wie noch am Vortag. «Die wirklich guten Einfälle sind selten.» Wenn Marina Niedermann mit einem musikalischen Grundgerüst zu arbeiten beginnt, hat sie bereits ein klares Bild davon im Kopf, wie das Endprodukt zu klingen hat. Die Songs entstehen aus einer ausgiebigen Jam Session. Danach kreiert sie ein ganzes Songkonzept um die Idee herum, um diese in ein Klangbild einzubetten. «Nachdem eine Idee Form angenommen hat, beginnt der aufwendigste Teil; das Arrangieren der Songs sowie das Schreiben und Anpassen der Texte nehmen die meiste Zeit in Anspruch.»

Nie wirklich fertig

Marina Niedermann erklärt, ihr schwebten viele Stimmen und Riffs vor, welche den Song komplettieren. Mit einer sogenannten Loop Station kann sie diese komplexen Arrangements auch alleine in die Tat umsetzen. Das Gerät kann Sounds, die mit Gitarre oder Stimme erzeugt werden, aufnehmen und anschliessend in einer Schleife laufen lassen, worüber man weitere musikalische Elemente legen kann. «Manchmal muss ich von den zu hoch gesteckten Zielen bezüglich Sounds und Arrangements aber auch wieder einen Gang herunterschalten und mir selbst sagen, dass Qualität wichtiger als Quantität ist.» Natürlich sei ein Stück oder ein Song nie wirklich fertig. «Ein Song kann sich von Konzert zu Konzert verändern. Ich spiele einen Song stets so, wie er mir im Augenblick gefällt. Dadurch wird mir auch nie langweilig.»

Glück schmieden

«Die Texte entstehen erst zuletzt. Zunächst teste ich die Melodie mit Worten aus, die noch überhaupt keinen Sinn ergeben, bei denen aber der Rhythmus und die Aufteilung der Worte auf die Melodie passen», erklärt Marina Niedermann. In ihren bisherigen Texten stand eine Thematik stets im Mittelpunkt. «Ich singe oft davon, dass man seine Ziele nur mit Hingabe und harter Arbeit erreicht.» Ein Inhalt, der sich in ihrem Leben bereits mehrmals bewahrheitete. «Man sollte sich nur so lange und so intensiv mit einer Tätigkeit beschäftigen, wie diese einem Freude bereitet. Sobald man sich zu etwas zwingen muss, ist es wahrscheinlich das Falsche.» Wenn man Marina Niedermann beim Spielen zusieht, erkennt man schnell, dass sie mit Leib und Seele dabei ist. Jeder Ton lebt in ihren Bewegungen mit.

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