Zwei Einsprachen eingegangen: Hindernisse auf dem Weg zum neuen Schulhaus

Ende Juni haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Jonschwil den Baukredit für ein neues Primarschulhaus in Schwarzenbach genehmigt. Jetzt sind zwei Einsprachen eingegangen.

Tobias Söldi
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Das neue Primarschulhaus von Schwarzenbach in einer Visualisierung. (Bild: PD)

Das neue Primarschulhaus von Schwarzenbach in einer Visualisierung. (Bild: PD)

Am Primarschulhaus von Schwarzenbach, welches 1970 erbaut und 1987/88 erweitert wurde, nagt der Zahn der Zeit. Schon in einer Gemeindemitteilung von 2016 hiess es: «Die Gebäudehülle ist ungenügend, die Dächer sind undicht und haben teilweise Asbest, die Haustechnik ist überaltert und die Heizung ist sehr reparaturanfällig.» Zudem sei die Schülerzahl in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen.

Angesichts dieser Situation hat die Gemeinde Jonschwil seinen Bürgerinnen und Bürgern einen Schulhausneubau vorgeschlagen. Die neue Anlage, welche knapp 20 Millionen Franken kostet, enthält eine grössere Sporthalle, eine Aula für bis zu 240 Personen, eine Mehrzweckhalle mit Bühne für bis zu 600 Personen sowie eine Tiefgarage. Im Juni haben die Stimmberechtigten der Gemeinde mit 66 Prozent dem Baukredit zugestimmt.

Vor wenigen Tagen ist die Einsprachefrist für den Schulhausneubau abgelaufen. Zwei Einsprachen sind eingegangen. «Dabei geht es um Themen wie Lärmschutz, Umgebungsgestaltung, Entsorgung des Altbaus und um Zuständigkeitsfragen», gibt Gemeindepräsident Stefan Frei Auskunft.

«Glaube nicht, dass es zu Verzögerungen kommt»

Wie geht es nun weiter? «Die von den Einsprachen beanstandeten Punkte werden von der Abteilung Bau und Infrastruktur abgeklärt. Danach gibt es eine Einspracheverhandlung mit den Einsprechern. Parallel dazu läuft das Bewilligungsverfahren bei sechs kantonalen Ämtern sowie drei externen Fachstellen weiter.» Wird an diesem runden Tisch keine Lösung gefunden, kommen die Einsprachen vor die Bau- und Infrastrukturkommission, die über die Einsprachen entscheiden muss. Frei hat die Einsprachen nicht erwartet: «Natürlich habe ich gehofft, dass es keine gibt.» Mit einem verspäteten Baubeginn rechnet er nicht: «Das Einspracheverfahren ist Teil des Baubewilligungsverfahrens, das ohnehin sehr komplex und langwierig ist. Ich glaube nicht, dass es wegen der Einsprachen zu Verzögerungen kommen wird.» Geplanter Baubeginn ist diesen Winter. Im Sommer 2020 soll der Schulhaustrakt in Betrieb genommen werden.