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Himmlische Kunst erdet

Im hinterthurgauischen Oberwangen versteckt sich die Kunstsammlung «Landstieg». Nun macht ihr Besitzer sie der Öffentlichkeit zugänglich.
Christof Lampart
Carl Sommer führt durch seine Kunstsammlung «Landstieg» in Oberwangen. (Bild: art.)

Carl Sommer führt durch seine Kunstsammlung «Landstieg» in Oberwangen. (Bild: art.)

OBERWANGEN. Seit 20 Jahren lebt und sammelt Carl Sommer in einem alten Bauernhaus im Oberwangener «Landstieg» Keramik- und Glaskunst von internationalem Rang. Dabei ist er eigentlich kein Sammler im klassischen Sinne. «Ich erwerbe nur, was mir gefällt», erklärt Sommer bedächtig. Kunst ist für ihn demnach auch keine Geldanlage, sondern eine Herzensangelegenheit. Und um so «lebendiger» wirkt denn auch die mit grosser Hingabe zusammengestellte Sammlung. Und doch sind es nicht nur die Werke, die überzeugen. Es ist das Gesamtkunstwerk «Landstieg», das einen wie gefangen nimmt. Ein alleinstehendes Haus auf einem grünen Hügel, der ebenso von menschenleeren, grünen Matten umgeben und nur durch eine ungeteerte Strasse erreichbar ist.

Meisterwerke ihrer Art

Hier, an diesem Ort, wo man eine wunderbare, archaische Aussicht geniessen und eine kontemplative Ruhe erleben kann, ist also eine Ausstellung zu Hause, die den Betrachter zum staunenden Schauen animiert. Denn was hier in drei grossen, liebevoll hergerichteten Räumen und im Garten zu sehen ist, sind Meisterwerke ihrer Art. Der Begründer der internationalen Studio Glass Bewegung, Harvey Littleton, ist hier ebenso mit einigen Werken vertreten, wie auch sein Schüler, Dale Chihuly. Andere Werke stammen von Klaus Moje, Niyoko Ikuta oder Toots Zynsky. Und auch in der Keramiksammlung finden sich mit Petra Weiss, Elisabeth Langsch, Philippe Lambercy und Edouard Chapallaz klangvolle Schweizer Namen. Während die Glassammlung fast ausschliesslich im Innern zu sehen ist, bevölkern die Keramikskulpturen den Garten. Und doch ist keines dieser vielen Werke angeschrieben.

Der Hausherr führt

«Ich möchte, dass die Leute sich mit dem Kunstwerk auseinandersetzen und mit dem Objekt in einen inneren Dialog treten. Da ist es nicht gut, wenn ich zu viele Erklärungen abgebe. Was ich aber gerne erreichen möchte, ist, dass jene, welche diese Ausstellung besuchen, sich hier Zeit nehmen, innehalten und das Werk auf sich wirken lassen», erläutert Sommer. Bis Oktober gibt es jeden ersten Samstag im Monat um 14 Uhr eine Führung.

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