Himmel über Kapelle ungetrübt

WIL. Seit Anfang Mai sucht die Katholische Kirchgemeinde einen Priester oder eine Ordensgemeinschaft für die Wallfahrtskapelle Maria Dreibrunnen. Bereits sind einige Bewerbungen eingegangen.

Cornelia Nussbaum
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Bleibt nicht ungenutzt: Die Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen wird wohl auch in Zukunft von katholischen Gläubigen genutzt und gepflegt. (Bild: con.)

Bleibt nicht ungenutzt: Die Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen wird wohl auch in Zukunft von katholischen Gläubigen genutzt und gepflegt. (Bild: con.)

«Betreffend der Nachfolge in Maria Dreibrunnen haben wir bereits mit mehreren Gemeinschaften Kontakt aufgenommen», kann Stadtpfarrer Roman Giger berichten. «Unter anderem mit Franziskanern, Dominikanern, Salesianern und Jesuiten sowie mit einzelnen Priestern.» Dabei hofft er auf eine Lösung bis zum Spätherbst. «In der Zwischenzeit werden Priester aus unserer Pfarr- und Kirchgemeinde Wil die Werktags- und Sonntagsgottesdienste in Maria Dreibrunnen übernehmen.» Darunter werden Kaplan Raffael Rieger, Pater Peter Suffel, alt Stadtpfarrer Meinrad Gemperli, Pfarrer Franz Beerli, weitere Priester und Diakone der Pfarrei sowie Roman Giger selbst anzutreffen sein. Gute Aussichten also.

Erfolgreiches Stelleninserat

Am 7. Mai schaltete die Katholische Kirchgemeinde Wil auf www.kath.ch, dem kirchlichen Stellenmarkt, ein Inserat.

Darin suchen sie für «den weit bekannten und beliebten Wallfahrtsort Maria Dreibrunnen mit einer idyllisch gelegenen Wallfahrtskirche, einem Pfarrhaus und einem Pilgerrestaurant» eine Nachfolge für Pater Walther Gaemperle: «Priester bzw. Priester- oder Ordensgemeinschaft (2 bis 3 Personen) ab dem 1. August oder nach Vereinbarung, die Akzente in der Weiterentwicklung des Wallfahrtsortes Maria Dreibrunnen setzen». Bereits haben sich verschiedene auf die Stellenausschreibung gemeldet.

«Wir warten noch ab, bevor wir die Bewerbungen sichten.» Die Nachfolge müsse auch in die Pfarrei, deren Konzept und die Gemeinschaft passen.

Anforderungen an Nachfolger

Laut Stellenausschrieb werden Offenheit für eine zeitgemässe Seelsorge, ein Ansprechpartner für Rat suchende Menschen sowie Kreativität in der Weiterentwicklung des Wallfahrtsortes erwartet.

Dafür könne mit einer lebendigen, offenen Glaubensgemeinschaft, einem jungen und engagierten Seelsorgeteam, einem unterstützenden Kirchenverwaltungsrat, Autonomie und Freiraum, zeitgemässen Anstellungsbedingungen, einem Arbeitspensum nach Absprache, der Mitwirkung als Seelsorger in der Gesamtpfarrei sowie einem eigenen, ruhig gelegenen Pfarrhaus gerechnet werden.

Giger weiss, dass Wil eine bekannte und geschätzte Gemeinde ist und er sich glücklich schätzen kann. Nicht alle Gemeinden haben die Qual der Wahl.