Hilfswerke sammeln für Ziegenfarmen auf Haiti

OBERBÜREN. Anpassung der Lebensweise für eine menschenwürdige Zukunft. Dieses Anliegen unterstützen die Katholischen Pfarreien und Evangelischen Kirchgemeinden in Niederbüren, Oberbüren und Niederwil ganz konkret: Sie sammeln bis Ostern unter anderem für ein Projekt des Fastenopfers in Haiti.

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OBERBÜREN. Anpassung der Lebensweise für eine menschenwürdige Zukunft. Dieses Anliegen unterstützen die Katholischen Pfarreien und Evangelischen Kirchgemeinden in Niederbüren, Oberbüren und Niederwil ganz konkret: Sie sammeln bis Ostern unter anderem für ein Projekt des Fastenopfers in Haiti. Fasten ist mehr als der Verzicht auf Süsses oder Fleisch. Fasten heisst Verantwortung für die Gesellschaft und die Welt zu übernehmen. Deshalb engagieren sich in der Schweiz zahlreiche Menschen in Pfarreien und Kirchgemeinden für die ökumenische Kampagne von «Fastenopfer», «Brot für alle» und «Partner sein».

Heute säen, morgen ernten

Mit «Die Saat von heute ist das Brot von morgen» thematisieren die Werke dieses Jahr den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Für diese Generationengerechtigkeit setzen sich auch die Katholischen Pfarreien und Evangelischen Kirchgemeinden in Niederbüren, Oberbüren und Niederwil ein, indem sie ein Projekt des Fastenopfers in Haiti unterstützen. Die Evangelische Kirchgemeinde und die Katholische Pfarrei Niederbüren sammeln zudem noch für ein Projekt in Bangladesh.

Förderung einer nachhaltigen Entwicklung: Haiti ist in hohem Masse abhängig von Hilfe aus dem Ausland. Rund 80 Prozent leben mit weniger als zwei Dollar pro Tag. Immer wieder wird der Inselstaat von tropischen Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Dürren heimgesucht. In dieser schwierigen Situation haben die Menschen viele Überlebensstrategien entwickelt.

Wissen weitergeben

In erster Linie wird mit den Spenden die lokale Entwicklung gefördert. Es geht darum, die Ernährung durch verbesserte Anbaumethoden nachhaltig sicherzustellen. Ein weiteres Ziel ist, den Menschen ein Einkommen zu ermöglichen. Die Partnerorganisationen unterstützen Bauern dabei, Ziegenfarmen aufzubauen. Eine Herausforderung ist es nun, das Funktionieren der Farmen langfristig zu sichern, indem die Menschen ihre Erfahrungen und ihr Wissen weitergeben.

Für eine nachhaltige Entwicklung ist es wichtig, dass die Menschen ihre Rechte und Pflichten als Staatsbürger kennen. «Fastenopfer» unterstützt die Menschen und Organisationen dabei, ihre Rechte vom Staat einzufordern. Matthias Dörnenburg, «Fastenopfer»-Direktor ad interim, fasst die Dringlichkeit der Unterstützung zusammen: «Ohne Handeln gibt es keine Generationengerechtigkeit. Ohne Säen gibt es keine Ernte – weltweit.» (pd)