Hilfe zur Selbsthilfe in Indien

Die Katholische Kirchgemeinde Niederbüren unterstützt ein Hilfsprojekt in Indien. Insgesamt kamen 20 000 Franken zusammen, die dem Missionssekretär der Schweizer Pallottiner, Pater Erich Schädler, übergeben wurden.

Philipp Stutz
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Spendable Niederbürer: Richard Holenstein, Präsident des Katholischen Kirchenverwaltungsrates (links), überreicht Pater Erich Schädler, Missionssekretär der Schweizer Pallottiner, einen Scheck in Höhe von 20 000 Franken. (Bild: stu.)

Spendable Niederbürer: Richard Holenstein, Präsident des Katholischen Kirchenverwaltungsrates (links), überreicht Pater Erich Schädler, Missionssekretär der Schweizer Pallottiner, einen Scheck in Höhe von 20 000 Franken. (Bild: stu.)

NIEDERBÜREN. Das Wochenende vom 23. bis 25. September war in Niederbüren vom Jubiläumsfest geprägt. Mit verschiedenen Anlässen und Aktionen feierte die katholische Kirchgemeinde 250 Jahre Beginn Kirchenneubau, 100 Jahre Glockenaufzug und 50 Jahre Kirchenrenovation.

Soziales Jubiläumsprojekt

Das Fest wurde unter ein soziales Jubiläumsprojekt gestellt: «Hilfe zur Selbsthilfe in die Unabhängigkeit». Ziel war es, mit 15 000 Franken ein Projekt in Indien zu starten und umsetzen zu können. «Das Fest war ein voller Erfolg», sagt Richard Holenstein, Präsident des Kirchenverwaltungsrates. So wurden von Brigitte Werz gestaltete Michaels-Engel verkauft und versteigert, ein Guezliverkauf und eine Jubiläumsausstellung organisiert. Der daraus erzielte Erlös und der Ertrag aus dem neuen Kunstführer floss ebenso in das Hilfsprojekt wie jener eines Jubiläumskonzerts. Hinzu kamen drei Kirchenopfer. Das Ziel von 15 000 Franken wurde deutlich übertroffen. Und so konnte Richard Holenstein dem Missionsverantwortlichen der Pallottinergemeinschaft, Pater Erich Schädler, einen Scheck in Höhe von 20 000 Franken übergeben. Das Geld geht an die Pallottiner in Indien, welche Garant dafür sind, dass es zweckgebunden eingesetzt und das Projekt zielstrebig umgesetzt wird. Pater Schädler weilte schon zweimal in Indien. «Die Gelder fliessen ungeschmälert dorthin, es entstehen keine Verwaltungskosten», betonte er. In der indischen Pfarrei Peaddagmustabadu leben die Menschen unter ärmlichen Verhältnissen.

Regelmässiger Schulbetrieb

Dank der Unterstützung der Schweizer Pallottiner konnten Häuser gebaut und Büffel angeschafft werden. Wichtig ist jedoch, dass Kindern ein regelmässiger Schulbetrieb ermöglicht wird. In der Pfarrei leben 68 Mädchen, die bis zu ihrem 10. und 12. Lebensjahr die Schule besuchen konnten, dies nun aus finanziellen Problemen unterbrechen müssen. Es gibt auch 35 junge Männer, die arbeitslos sind.

Arbeitsplätze schaffen

Das vorliegende Projekt beabsichtigt, für junge Menschen bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Es sollen Uniformen und Sportkleidung für die Schule angefertigt sowie Pyjamas für Frauen und Männer hergestellt werden. Das Projekt schafft Arbeitsplätze für 30 Mädchen und Frauen und für 10 Knaben beim Verpacken und Verkauf der Ware. Der Erlös aus dieser Arbeit soll in die Ausbildung von armen Kindern in der Pfarrei Peaddagmustabadu fliessen, so dass sie in einigen Jahren finanziell unabhängig sein wird. Die Schweizer Pallottiner unterstützen verschiedene Projekte. Und sind auf Spenden und Aktionen wie jene in Niederbüren angewiesen. Pater Erich Schädler zeigte sich denn auch beeindruckt von der Spendefreudigkeit der Niederbürerinnen und Niederbürer.