Hilfe und Pflege zu Hause

Knapp hundert Mitglieder haben die Hauptversammlung des Spitex Vereins Uzwil besucht. Neben Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres beeindruckte Amtsnotar Marcel Kreienbühl mit seinen Informationen zum Ehe- und Erbrecht.

Christine Gregorin
Drucken
Teilen
Kurt Marti (links) und Bruno Meile werden für je zwanzig Jahre Vorstandsarbeit geehrt – zu deren Beginn hatte der Spitex Verein Uzwil noch Haus- und Krankenpflege Uzwil geheissen. (Bild: cg.)

Kurt Marti (links) und Bruno Meile werden für je zwanzig Jahre Vorstandsarbeit geehrt – zu deren Beginn hatte der Spitex Verein Uzwil noch Haus- und Krankenpflege Uzwil geheissen. (Bild: cg.)

niederuzwil. «Neue Pflegefinanzierung, steigende Kundenansprüche, absehbarer Personalmangel und die zunehmende Konkurrenz ausländischer Pflegerinnen sind nur einige der zahlreichen Handlungsfelder, mit denen sich die Spitex-Verbände auseinandersetzen müssen», konstatierte Rita Bischofberger zu Beginn des Jahresberichts der Präsidentin. Die Spitex strebe eine hohe Kundenzufriedenheit an und wolle in der Öffentlichkeit wie auch in der Politik als professionelle, leistungsstarke Organisation wahrgenommen werden. Das Wirken der Mitarbeiterinnen umfasse nicht nur «ein bisschen Waschen und zu den Leuten schauen». Es gelte informelle Hilfe zu leisten und mit den Angehörigen individuelle Bedürfnisse zu erkennen, denn Ängste sowie Hoffnungen seien die steten Begleiter während dieser Tätigkeit. Der ambulanten Pflege werde in Zukunft ein immer grösserer Stellenwert zukommen, zeigte sich die Präsidentin überzeugt.

Beeindruckende Kennzahlen

Der Spitex Verein Uzwil zählt zurzeit 570 Mitglieder, 17 Mitarbeitende – die insgesamt 920 Stellenprozente abdecken – und eine Lernende. Linda Hengartner und Carmen Looser haben diese im vergangenen Jahr wegen Mutterschaft verlassen, Barbara Lehnherr hat sich nach 25 Jahren aus dem Arbeitsleben zurückgezogen, Susanne Haltner widmet sich neu anderen Aufgaben, und Susanne Künzli arbeitet wieder im Spital. Die freien Stellen konnten erfreulicherweise mit gut qualifizierten Personen besetzt werden, es sind dies: Elisabeth Zähner, Anita Zuberbühler, Michèle Züger und Astrid Kähli.

Mit rund 24 500 geleisteten Arbeitsstunden sind die im Vorjahr erbrachten um über 5000 übertroffen worden. Auch die Anzahl der betreuten Klienten ist in derselben Zeitspanne um acht auf total 248 angestiegen. Und zu guten Letzt haben die Spitex-Mitarbeitenden während ihres Wirkens im vergangenen Jahr insgesamt rund 24 000 Kilometer unter die Räder genommen.

Qualitätssicherung ist wichtig

Keine Weiterbildung wäre Stillstand, so wurde das ganze Team in verschiedenen Bereichen der Pflegedokumentation geschult. Deren vollständige, korrekte Führung zeigt die erbrachten Dienste auf und ist von grosser Wichtigkeit als Leistungsausweis für Klienten und Versicherungen. Ausserdem wurden individuell weitere kürzere Fortbildungen besucht, die für eine gute Qualität der Arbeit im Alltag unabdingbar sind.

Notarielle Unterstützung

Neben der musikalischen Umrahmung durch die aus Uzwil und deren näherer Umgebung stammenden Formation Fleurs des Alpes gewährte Amtsnotar Marcel Kreienbühl anlässlich seines Referates zum Thema Ehe- und Erbrecht einen interessanten Einblick in seine Tätigkeit.

Abschliessend wies er darauf hin, dass für entsprechende Detailfragen an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat ein Vertreter des Wiler Amtsnotariats im Gemeindehaus Uzwil Hand biete, selbstverständlich auf Voranmeldung.

Das Wirken der Spitex-Mitarbeiterinnen umfasst nicht nur «ein bisschen Waschen und zu den Leuten schauen». (Archivbild: Trix Niederau)

Das Wirken der Spitex-Mitarbeiterinnen umfasst nicht nur «ein bisschen Waschen und zu den Leuten schauen». (Archivbild: Trix Niederau)

Aktuelle Nachrichten