Hildi Rutz als Präsidentin gewählt

An der Hauptversammlung des Gewerbevereins Oberbüren wurde Hildi Rutz zur Präsidentin bestimmt. Zur Sprache kam ein Gesuch um eine Unbedenklichkeitserklärung für Bauten, die der Gewerbeverein abgelehnt hat.

Philipp Stutz
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Frauenpower im Oberbürer Gewerbeverein: Das neue Vorstandsmitglied Victoria Höfliger (links) und die neue Präsidentin Hildi Rutz. (Bild: Philipp Stutz)

Frauenpower im Oberbürer Gewerbeverein: Das neue Vorstandsmitglied Victoria Höfliger (links) und die neue Präsidentin Hildi Rutz. (Bild: Philipp Stutz)

NIEDERWIL. Wie die neue Präsidentin Hildi Rutz an der Hauptversammlung vom Dienstag bekanntgab, sei der Gewerbeverein im Spätsommer vergangenen Jahres von der Politischen Gemeinde Oberbüren um eine sogenannte Unbedenklichkeitserklärung gebeten worden. Hierbei geht es um einen allfälligen militärischen Einsatz für zivile Brückenbauten über die Thur, insbesondere in Zusammenhang mit einer neuen Radwegverbindung zwischen Oberbüren und Sonnental. Ist doch vorgesehen, eine separate Brücke westseitig der bestehenden Staatsstrassenbrücke beim Thurhof für Radfahrer und Fussgänger zu bauen.

Deponie für Aushubmaterial

Im Zusammenhang mit diesem Brückenbau ist weiter die Rede von einer eventuellen Deponie für Aushubmaterial hinter dem Areal des Thurhofs (die Wiler Zeitung hat über dieses Vorhaben berichtet). Mit der Unbedenklichkeitserklärung wird das Gewerbe ersucht, im voraus auf einen Teil der Arbeitsvergaben zu verzichten. Der Vorstand des Gewerbevereins hat daraufhin das Gespräch mit dem kantonalen Gewerbeverband, mit relevanten Unternehmensvertretern und Vorstandsmitgliedern spezifischer regionaler Branchenverbände gesucht, um den Entscheid über eine Unbedenklichkeitserklärung breit abzustützen.

Klares Verdikt

«Das Verdikt war für uns klar», sagte Hildi Rutz: «Wir haben die gewünschte Unbedenklichkeitserklärung nicht erteilt.» Der Gemeinderat wollte das Militär im Sinne einer Übung einbeziehen, um allfällige Basisarbeiten auszuführen. Das Material würde durch das einheimische Gewerbe bezogen. Der Gewerbeverein aber hatte Bedenken, ob das Militär dazu bereit und in der Lage ist, diese Arbeiten zu bewältigen. Ausserdem würden dem Gewerbe mögliche Aufträge zum vornherein entzogen. Zudem soll keine präjudizielle Vorlage für derartige Konstellationen geschaffen werden. Bruno Dudli, Vizepräsident des Gewerbevereins, erachtet den Deponiestandort östlich des Thurhofs überdies als ungeeignet: «Es handelt sich um eine Hanglage, die unmittelbar an eine Auenlandschaft grenzt.»

120 Mitglieder

Das bisher vakante Präsidium konnte wieder besetzt werden. Hildi Rutz, seit 2007 Vizepräsidentin, wurde zur Präsidentin ernannt. Neu im Vorstand wirkt Victoria Höfliger mit, die den zurückgetretenen Mauro Lauria ersetzt. Der Vorstand setzt sich weiter zusammen aus Markus Meier, Heidi Wild, Thomas Zünd und Bruno Dudli. Der Gewerbeverein zählt 120 Mitglieder. Der Vorstand hat verschiedene Anlässe organisiert, einen Ausflug vorbereitet und weitere Aktivitäten wie Jassen, Klausabend, Minigolf, Kleinkaliberschiessen und den Vereinscup geplant. Die Präsidentin freute sich darüber, dass die meisten Anlässe gut besucht worden sind. «Das ist für uns eine grosse Motivation und zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.»

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