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«Hier sind alle gefragt»

Donnerstag, Freitag und Samstag wird «D'Geierwally» letztmals aufgeführt. Für das Gelingen eines solchen Freilichttheaters braucht es neben hervorragenden Schauspielern auch viele Mitwirkende im Hintergrund.

Marco Räss, Lichttechniker, Gossau

Das Theater braucht eine saubere, szenische und grossflächige Ausleuchtung. Jeder Akt hat andere Scheinwerfereinstellungen und speziell auch hinter der Hauptbühne sind die Kapelle und der Wald beleuchtet, als seien diese Bestandteile der Bühne. Regen ist bis zu einem gewissen Punkt kein Problem, da die meisten Scheinwerfer unter dem Dach wettergeschützt sind. Falls ein Scheinwerfer während eines Akts ausfällt, ist es fast unmöglich, dies zu korrigieren. Zum Glück ist es bei diesem Stück noch nie passiert. Speziell ist bei einer Freilichtbühne, dass man sich nach dem Sonnenstand und dem Licht richten muss. Programmiert wird das Licht im Juli, wenn es draussen also am längsten hell ist. Jetzt gegen den Herbst müssen wir es nachprogrammieren, weil die Tage kürzer werden.

Samuel Stamm, Requisiteur und Statist, Sirnach

Ursprünglich hatte ich mich als Statist gemeldet und bekam dann sogar eine Sprechrolle. In einer Szene fiel mir auf, dass die Requisiten nicht zum Spiel passten, worauf ich die Regisseurin aufmerksam machte. Dann fragte sie mich spontan, ob ich diese Aufgabe gerne übernehmen würde. Die Schwierigkeit war, die Dinge kostengünstig aufzutreiben. Besonders schwer zu besorgen waren die Requisiten aus Holz.

Regula Stamm Requisiteurin und Zeltbetreuerin, Sirnach

Ich werde die gute Fee genannt und helfe, Mikrophone anzupflastern oder Kostüme anzuziehen. Ich liebe Kostüme und habe schon oft bei der Operette in Sirnach geholfen. Am schönsten finde ich es, wenn alle nach der Vorstellung freudestrahlend zurückkommen.

Fredy Kunz, Regieassistent und Inspizient, Steinmauer

Als Abendspielleiter ist es meine Aufgabe, zu kontrollieren, ob alle dort stehen, wo sie sein sollten, und ob alle Mikrophone funktionieren. Dieses Jahr hat mich die Regisseurin Monika Wild von Anfang an eingespannt. Es ist ein enorm gutes Teamwork, und es wurde auch ein sehr hoher Aufwand für dieses Theater betrieben. Mir gefällt sehr gut, wie mit der Landschaft gespielt wird und die Kapelle einbezogen wird. Der ganze Platz ist sehr schön. Ausserdem sind die Leistungen der einzelnen Darsteller genial, obwohl es zum Teil ihr erster Theaterauftritt ist. Aus Nervosität ist sogar mir bei der Premiere ein Fehler unterlaufen; da habe ich den Namen vertauscht, aber das Publikum hat es zum Glück nicht gemerkt. Wir sind eben auch nur Menschen.

Willi Schibler, letztjähriger Schauspieler, Rorschacherberg

Ich war beim Spiel «Idda von Toggenburg» dabei und sagte der Regisseurin schon im Oktober, dass ich dieses Jahr eine Pause mache und nur Zuschauer bin. Leider stand zu diesem Zeitpunkt das Stück noch nicht fest. Wenn ich gewusst hätte, dass es «D'Geierwally» wird, hätte ich mich vielleicht doch wieder gemeldet, da mir die Geschichte sehr gut gefällt. Im Theater spiele ich am liebsten den Bösewicht. Mich fasziniert, wie er die Spannung ins Volkstheater einbringt und wie das Publikum sofort davon gepackt wird.

Deborah Loosli, Schauspielerin, Zürich

Vor drei Jahren habe ich meine Schauspielausbildung in Zürich abgeschlossen. Diese ist die erste Rolle, in der ich Schweizerdeutsch sprechen muss. In der Muttersprache zu schauspielern, ist eine Umgewöhnung, aber die Emotionen kommen schneller. Ich fand es persönlich schwierig, die herzensgute Vroni zu spielen. Sie ist ein liebes, braves Mädchen ohne böse Hintergedanken, und genau das war das Schwierige daran. Sie sollte nicht aufgesetzt oder übertrieben wirken. Mein persönlicher Höhepunkt im Theater ist der direkte Konflikt zwischen Vroni und Wally auf dem Dorfplatz.

Andi Merz, Tontechniker, Wattwil

Die Schwierigkeit dieses Stücks ist, dass es so viele Mikrophone hat, die nicht gesehen werden sollen. Jede Person hat eines auf der Stirn und somit weit weg vom Mund, was weniger Dezibel erzeugt und das Ganze schwieriger macht. Anhand des Drehbuchs habe ich zuerst eine Grobplanung erstellt und programmiert, damit während des Stückes keine Fehler passieren. Bei den Proben musste ich dann einige Sachen anpassen, bis alles perfekt war. Jetzt muss ich eigentlich nur von Szene zu Szene die nächste Programmation aufrufen. Falls trotz des Soundchecks vor dem Theater ein Mikrophon aussteigen würde, hätte ich einen Verbündeten hinter der Bühne, der es sofort ersetzen würde. Ein Mal war tatsächlich eine Antenne kaputt und konnte kein Signal mehr empfangen, aber zum Glück haben wir das noch vor der Aufführung bemerkt. An der Premiere ist mir aber ein kleiner Fehler unterlaufen: In der Szene, als einer im Wald erschossen wird, habe ich den Ton zu früh ablaufen lassen. Glücklicherweise war es nicht weiter schlimm, ausser dass ich jetzt damit von den Kollegen aufgezogen werde.

Lucien Nigg, Greifvogelzüchter, Buchs

Meine Beziehung zum Geier kann man mit einer Mutter-Kind-Beziehung vergleichen. Er hört auf seinen Namen und reagiert dementsprechend. Er ist sich aber Shows gewöhnt, da er in Flugshows mitmacht. Er lernt schnell, aber er bleibt ein Tier und hat manchmal seine Launen. Mir gefällt, dass im Stück der sogenannte Gesundheitspolizist der Lüfte eine wichtige Rolle spielt und die Zuschauer den Geier als wildes Tier erleben können, der aber gewillt ist, mit den Menschen zusammenzuarbeiten.

Marianne Rüdlinger, Statistin, Niederuzwil

Für mich ist es sehr speziell, dass ich mitmachen darf und sehen kann, wie ein Theater von A bis Z zustande kommt. Selber habe ich überhaupt keine Schauspielerfahrung gehabt und bin umso glücklicher, dass ich sogar eine Sprechrolle bekommen habe. Mein persönlicher Höhepunkt des Stücks ist natürlich mein eigener Auftritt im dritten Akt, aber mir gefällt auch das Ganze wahnsinnig gut.

Umfrage: Vanessa Meier Linero

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