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«Heutzutage zählen nur noch Siege»

Tour-gauer
Stefan Küng

Nach unvergesslichen 24 Stunden im gelben Leadertrikot ist für mich an der Tour de Suisse der Alltag eingekehrt. Was mir in den bisherigen Tagen – egal ob vorne oder am Ende des Feldes – aufgefallen ist: Der Radsport lebt in der Schweiz auch nach dem Rücktritt von Fabian Cancellara. Das Zuschauerinteresse bisheri ist riesig, es herrschte unterwegs teilweise eine Volksfeststimmung. Und wir Thurgauer Reto Hollenstein und Michael Albasini sind mittendrin.

Was auch auffällt: Es gibt immer weniger Fahrer, die sich aufs Gesamtklassement konzentrieren. Im Zentrum stehen Etappensiege. Ein zehnter Rang in der Gesamtwertung ist immer ein Spitzenresultat, doch effektiv interessiert sich niemand dafür. Was heutzutage im Radsport zählt, sind alleine die Siege. Bei einem Etappenrennen wie der Tour de Suisse wird an der Siegerehrung nur der Trikotträger ausgezeichnet. Schon der Zweite und Dritte sind kein Thema mehr.

Für einen Roller sorgen im Übrigen die Etappen mit einer Bergankunft nicht zwangsläufig für Angstschweiss. Oft wird zu Beginn ein gemächliches Tempo angeschlagen, weil die Kletterer einfach mitrollen wollen. Im Aufstieg selbst können wir hinten unser Tempo fahren und ohne Erfolgsdruck relativ locker nach oben fahren. Eine Flachetappe kostet in der Regel mehr Substanz. Das haben Michael Albasini und ich zuletzt bereits erlebt. Und nicht nur wir wissen, die Tour dauert noch eine Weile.

Stefan Küng

sport

@thurgauerzeitung.ch

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