Herbstmarkt gedieh zum Volksfest

Am zehnten Niederbürer Herbstmarkt lockten die Viehschau, vielfältige Marktstände und Attraktionen sowie ein Querschnitt durchs Niederbürer Gewerbe viele Besucher aus der ganzen Region an.

Bea Oesch
Merken
Drucken
Teilen
Bei den Thurfischern: Ruedi Dürlewanger überwacht den Garprozess des Lachses.

Bei den Thurfischern: Ruedi Dürlewanger überwacht den Garprozess des Lachses.

NIEDERBÜREN. «Papi, dörf ich das ha?», fragte ein kleiner Knirps und zeigte mit sehnsüchtig leuchtenden Augen auf einen kleinen Spielzeugtraktor. Neben ihm schleckten zwei Mädchen an ihren Glaces. Rund um die Kinder herum herrschte ein Menschengewoge zwischen rund 35 Marktständen. Denn am Wochenende war in Niederbüren zum zehnten Mal Herbstmarkt. Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region konnten sich über vielfältige Marktstände und gemütliche Beizli freuen. Gleichzeitig fungierte der Herbstmarkt als lokale Gewerbeausstellung. Am Samstag gab es zusätzlich die Viehschau und ein Konzert der Jugendmusik Niederbüren. Am Sonntag fand ein Frühschoppenkonzert der Musikgesellschaft Niederbüren statt, und am Wettkampf um «dä schnellscht Niederbürer» nahmen 71 Kinder teil.

Geschmückte Auffuhr

Am Samstagmorgen lockte trotz Regen die geschmückte Auffuhr der 137 Kühe und Rinder von neun Betrieben viele Zuschauerinnen und Zuschauer an. An der Viehschau wurden die Tiere in verschiedenen Kategorien bewertet. Der Präsident des Braunviehzuchtvereins Niederbüren, Othmar Zehnder, bezeichnete die Qualität der Tiere als überdurchschnittlich. «Besonders stolz können wir auf die alten Kühe sein, dort haben wir drei mit einer Lebensleistung von weit über 100 000 Litern Milch», erklärte er. Siegerin in dieser Kategorie wurde Sara von Emil Rutz, Gauhausen. Auch die vielen Jungzüchter mit ihren Kälbchen waren eine Attraktion. Den Titel «Miss Niederbüren 2012» errang Othmar Zehnders Kuh Peril.

Bei den 36 Marktständen herrschte fröhliche Chilbistimmung. Für jeden Geschmack gab es viel zu schauen, kaufen und schmausen.

Flanieren und einkehren

Während die Kinder vor allem von Süssem und Spielzeug wie magisch angezogen wurden, interessierten sich die Erwachsenen für die weitgefächerte Palette von Produkten aus der Region, darunter viel Handgefertigtes. Dabei lieferte der Markt einen interessanten Einblick ins lokale Gewerbe – auch jene Stände wurden fleissig besucht. Zum Einkehren luden die Bar des Männerchors und drei gemütliche Beizli: das Winzerstöbli, Bürinnebeizli und Thurfischer-Stöbli. Bei den Thurfischern konnte man über dem Holzfeuer langsam gegarte zarte Lachsseiten schmausen.

Kundenkontakte pflegen

Für Lucia Wagner war der zehnte Niederbürer Herbstmarkt gleichzeitig ihr erster im OK und als OK-Präsidentin. Sie sagte gegenüber der Wiler Zeitung: «Unser Herbstmarkt ist für viele Niederbürer bereits zur lieben Tradition geworden. Wir legen besonderen Wert auf abwechslungsreiche Stände mit möglichst vielen lokalen Produkten und wollen die Vielfältigkeit des Niederbürer Gewerbes aufzeigen.»

Der Herbstmarkt sei für die «Gewerbler» eine ausgezeichnete und gern genutzte Möglichkeit, sich zu präsentieren sowie Kundenkontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Im Bürinnebeizli ging es am ganzen Wochenende gemütlich zu und her.

Im Bürinnebeizli ging es am ganzen Wochenende gemütlich zu und her.

An der Viehschau: Othmar Zehnder bezeichnet die Qualität der Tiere als überdurchschnittlich. (Bilder: bo.)

An der Viehschau: Othmar Zehnder bezeichnet die Qualität der Tiere als überdurchschnittlich. (Bilder: bo.)