Herbert Weber macht den Raum zum Subjekt

WIL. Auftakt zur Ausstellungsserie 2015 der Kulturgruppe der Klinik Wil macht die Ausstellung «Pathologie eines Raumes» des in Ebnat-Kappel und St. Gallen lebenden Künstlers und Fotografen Herbert Weber.

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WIL. Auftakt zur Ausstellungsserie 2015 der Kulturgruppe der Klinik Wil macht die Ausstellung «Pathologie eines Raumes» des in Ebnat-Kappel und St. Gallen lebenden Künstlers und Fotografen Herbert Weber. Die Eröffnung im Kulturpavillon – eine öffentliche Veranstaltung – findet am kommenden Freitag, 9. Januar, um 18 Uhr statt.

Der 1975 in Frauenfeld geborene Künstler und Fotograf Weber zeigt erstmals eine grosse Installation mit Projektionen, die er während der vergangenen Monate für den Ausstellungsraum entwickelt hat. Mit seiner Arbeit beschreitet Weber einen auffallend eigenständigen Weg, der in der aktuellen Ausstellung vertieft zum Ausdruck kommt. Wie der Titel «Pathologie eines Raumes» bereits erahnen lässt, nimmt der Künstler die ursprüngliche Funktion dieses Ausstellungsraumes auf und schafft eine neue Verbindung zwischen Pathologie und Pavillon. Der Raum wird zum Resonanzkörper seiner eigenen Vergangenheit, zum eigentlichen Subjekt. Der Künstler selber sieht den Akt des Fotografierens nicht als Inszenierung oder Performance. Die Fotografie stellt vielmehr ein zur Verfügung stehendes Medium dar, das schliesslich rein praktisch für eine Bilderschaffung genutzt wird. Denn, was am Schluss zählt, ist das Bild. «Das Ausloten von Wiedergabe und Konstruktion, das Arbeiten vor und hinter der Kamera ist für mich das adäquate Mittel, mich kreisend um Frage und Antwort zu bewegen», sagt Weber. (pd)

Öffnungszeiten: Freitag, 17 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag, 14 bis 17 Uhr. Herbert Weber wird bei der Eröffnung am Freitag, 9. Januar, um 18 Uhr anwesend sein.