Politik zusammengefasst: Thurgauer Kantonsrätin beschreibt die Herausforderungen der Zukunft

CVP-Kantonsrätin Sabine Peter Köstli äussert sich zu den Traktanden im Grossen Rat.

Sabina Peter Köstli
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Sabina Peter Köstli, Kantonsrätin CVP, Ettenhausen.

Sabina Peter Köstli, Kantonsrätin CVP, Ettenhausen.

Bild: PD

Bevor sich die Grossratsmitglieder auf ihre Fraktionsausflüge und an die Wahlfeier im Oberthurgau begaben, galt es die Traktandenliste abzutragen, was letztendlich nicht vollumfänglich gelang. Getagt wurde in der Rüegerholzhalle in Frauenfeld und das wird coronabedingt bis mindestens Ende Jahr so bleiben, da die Abstandsregeln im Rathaus Weinfelden nicht eingehalten werden können.

Beim Traktandum 1 wurde ein Bericht zur demografischen Entwicklung im Kanton Thurgau verlangt. Die Interpellantin befand, dass sich die Regierung vorausschauend mit den demografischen Herausforderungen auseinandersetzen, Massnahmen ableiten und die Zukunft proaktiv gestalten sollte. Der Regierungsrat und mit ihm zahlreiche Votanten waren der Ansicht, dass dies schon heute geschieht und die geforderten Herangehensweisen bereits weitestgehend erfüllt werden. Dieser Antrag wurde mit 34 Ja- zu 82 Nein-Stimmen abgelehnt, was ich bedaure, da die demografische Entwicklung die Herausforderung der Zukunft ist, weil sie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge grundlegend verändert.

Beim Traktandum 2 ging es darum, dass die Interpellanten aus den SVP-Reihen die Meinung vertreten, dass Knaben im Thurgauer Schulsystem benachteiligt werden. Die Diskussion verlief heterogen, von Akzeptanz der aktuellen Situation bis hin zu grossem Massnahmenbedarf. Auf jeden Fall konnte die Debatte die Notwendigkeit einer geschlechtersensiblen Pädagogik aufzeigen. Einig war man sich, dass diese Aufgabe nur im Verbund von Schule, Gesellschaft und Medizin angegangen werden kann.

Zum vergnüglichen Abschluss des Ratstages trafen sich die Mitglieder des Grossen Rats in Romanshorn zur Wahlfeier für Grossratspräsident Norbert Senn (CVP) und Regierungsrat Urs Martin (SVP).