HENAU: Viele Freiwillige leisten Diakoniearbeit

Die Stimmberechtigten der Katholischen Kirchgemeinde Henau-Niederuzwil genehmigten Rechnung und Budget. Der Diakoniebeauftragte Kari Bürgler berichtete über die verschiedenen Einsätze im Dienst am Menschen.

Cecilia Hess-Lombriser
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Kirchenverwaltungsratspräsident Paul Gähwiler-Wick leitet in der Kirche von Henau die Versammlung. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Kirchenverwaltungsratspräsident Paul Gähwiler-Wick leitet in der Kirche von Henau die Versammlung. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

75 von total 4261 Stimmberechtigten der Katholischen Kirchgemeinde Henau-Niederuzwil nahmen am Montagabend an der Kirchbürgerversammlung teil. Sie genehmigten die Rechnung 2017, die mit einem Ertragsüberschuss von 67894 Franken schliesst; über 60 000 mehr als budgetiert. Verschiedene Minderausgaben haben zum besseren Resultat geführt, darunter vor allem tiefere Personalkosten infolge von Vakanzen. Kirchenverwaltungsratspräsident Paul Gähwiler-Wick erläuterte aufgrund einer Frage, was alles hinter der Position Kirchenmusik steckt. Der Voranschlag 2018 wurde diskussionslos genehmigt.

Weil keine besonderen Geschäfte vorlagen, gab es Raum für Informationen aus der täglichen Seelsorgearbeit; insbesondere der Diakonie, die nebst der Verkündigung und der Liturgie zu den Grundvollzügen der Kirche gehören.

Die ersten Christen teilten alles miteinander

Dort, wo diese Grundvollzüge zusammenkommen, entsteht eine echte Glaubensgemeinschaft. Die ersten Christen, die nach der Botschaft von Jesus gelebt hatten, teilten alles miteinander. «Sie waren ein Herz und eine Seele», wie es Kari Bürgler ausdrückte. Er arbeitet als Pastoralassistent und Diakoniebeauftragter in der Seelsorgeeinheit Uzwil und Umgebung. Die heutige Diakonie folgt dem Urgedanken und ist als Liebesdienst am Menschen gedacht. «Dafür ist es nötig, zu den Menschen hinauszugehen; dorthin, wo sie leben, leiden und hoffen. Und das gilt nicht nur für uns Seelsorger, sondern für alle», sagte Bürgler. Er zeigte auf, wie Diakonie vor Ort konkret aussieht. Alle zwei Jahre findet der Nationentag statt, es gibt jährlich Seniorenferien, Freiwillige besuchen Menschen zu Hause, eine ökumenische Wegbegleitgruppe bietet Unterstützung während einer gewissen Zeit an, in der «Markthalle» profitieren 220 Personen von der Lebensmittelabgabe, vor Weihnachten teilen Menschen mit solchen, die wenig oder nichts haben, es gibt Begegnungs- und Spielnachmittage zusammen mit Flüchtlingen und fleissige Strickerinnen steuern Warmes für Bedürftige bei. Zusätzlich gibt es auch Einzelbegleitungen sowie Projekte und Initiativen. «Viele Menschen leisten bei uns Diakoniearbeit», sagte Kari Bürgler.

Neue Jugendarbeiterin ab August

Paul Gähwiler-Wick informierte, dass die Kirchgemeinden der Seelsorgeeinheit Uzwil aufgrund des Dekrets des Bistums St. Gallen bis Ende 2018 einen Zweckverband gründen werden. Dieser wird dann das Personal anstellen. Kirchenverwaltungsrat Pius Böhi gab bekannt, dass per 1. August Selina Mauchle als kirchliche Jugendarbeiterin angestellt wird. Vorerst mit einem 70-Prozent-Pensum, weil sie noch eine Zusatzausbildung absolvieren muss, um Religionsunterricht zu erteilen. Zu reden gab die seit einigen Jahren gewünschte Gestaltung der Gemeinschaftsgräber auf den Friedhöfen Niederuzwil und Henau. Die Friedhöfe gehören zwar in die Aufgaben der politischen Gemeinde Uzwil, aber das Anliegen Gemeinschaftsgräber liegt dort zurzeit brach, wie informiert wurde und deshalb wird an der Kirchbürgerversammlung regelmässig danach gefragt.

Cecilia Hess-Lombriser

redaktion@wilerzeitung.ch