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HENAU: Im Schutz des Waldes und der Schirme

Die Pfarrei Henau pflegt den Brauch des Waldgottesdienstes. Am Sonntag wurden im Buschel Kräutersträusse, Schultornister und «Chindsgitäschli» gesegnet.
Cécilia Hess-Lombriser
Verschiedene Schirme spielten im Waldgottesdienst im Buschel eine Rolle. Letztlich ging es um den «Schirm des Höchsten». (Bild: Cécilia Hess-Lombriser)

Verschiedene Schirme spielten im Waldgottesdienst im Buschel eine Rolle. Letztlich ging es um den «Schirm des Höchsten». (Bild: Cécilia Hess-Lombriser)

Der Boden war zwar nass, doch die Sonne schien wieder. Froh darüber, dass der Sommer die Kurve wieder erwischt hat, kamen die Gottesdienstbesucher in Scharen. Zusätzliche Bänke mussten aufgebaut werden. Viele Kinder stellten ihren neuen Schulthek oder ihre Kindergartentasche und Plüschtiere vor den weiss gedeckten Tisch, der als Altar diente. Isabella Geisser, in der St. Sebastians-Pfarrei für die Kinder- und Familienarbeit zuständig, gestaltete den Gottesdienst zusammen mit dem Pfarreirat und Ministrierenden.

Ein schützender Schirm ganz konkret

Die Musikgruppe Fleurs des Alpes gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit und begleitete die Lieder. Die Klänge von Flöten, Klarinette, Gitarre und Hackbrett passten perfekt zur Wald­kulisse. Der schützende «Schirm des Höchsten» war das Thema, das sich durch die ganze Feier zog. Ganz konkret und mit viel Symbolik. Regen- und Sonnenschirme wurden aufgespannt und dazu erklärt, welchen Nutzen sie haben, wovor sie schützen. Wenn kein Schirm vorhanden ist, halten Menschen ihre Hände schützend über dem Kopf. Mit diesen Bildern machte Isabella Geisser bewusst, dass auch Gott die Hand schützend über jeden Menschen hält, dass unter seinem schützenden Schirm alle Menschen Platz haben, dass es aber auch den Willen des Einzelnen braucht, sich unter diesen Schutz zu begeben. Für den Glauben und das Vertrauen braucht es die Entscheidung. Immer wieder neu.

Feiern und Gemeinschaft pflegen

Alle Kinder hatten eingangs eine farbige Hand aus Papier erhalten. Darauf durften sie ihren Namen schreiben. Alle Hände wurden schliesslich an farbige Bänder unter einen transparenten Regenschirm gehängt. Die Kinder bekamen so eine Ahnung, was es heisst, sich unter den «Schirm des Höchsten» zu stellen. Isabelle Geisser segnete dann die mitgebrachten Sachen zum Neuanfang in Schule und Kindergarten und die Kräutersträusse, die die Frauengemeinschaft am Vortag gebunden hatte. Am Sonntag wurde gleichzeitig auch Mariä Himmelfahrt gefeiert. Der Pfarreirat lud nach dem Gottesdienst zum Bleiben ein. Es gab Würste vom Grill und Getränke und die Familie von Gisela und Manfred Loser hatte für die Kinder Teig für Schlangenbrot vorbereitet und half ihnen, dieses über dem flackernden Feuer zu backen.

Cécilia Hess-Lombriser

redaktion@wilerzeitung.ch

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