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HENAU: Eschen-Schwemme ist ausgeblieben

Der teuerste Stamm an der Wertholz-Submission war der eines Ahorn. Preislich unter den Erwartungen geblieben sind dagegen die Fichtenstämme: Das Angebot war grösser als die Nachfrage.
Andrea Häusler
Während des öffentlichen Rundgangs um den Wertholz-Submissionsplatz Henau der Holzmarkt Ostschweiz AG wurden die Interessierten von Revierförster Bruno Cozzio (links) über die für die Stämme gebotenen Preise informiert. Gekauft werden konnte nicht mehr. (Bild: Andrea Häusler)

Während des öffentlichen Rundgangs um den Wertholz-Submissionsplatz Henau der Holzmarkt Ostschweiz AG wurden die Interessierten von Revierförster Bruno Cozzio (links) über die für die Stämme gebotenen Preise informiert. Gekauft werden konnte nicht mehr. (Bild: Andrea Häusler)

Manchmal braucht es Glück, den richtigen Riecher oder einfach einen Sachverständigen vor Ort, um zu erkennen, dass im eigenen Wald ein hinter Baumrinde verborgener Schatz liegt. Der Ahornstamm, der an der Wertholzsubmission in Henau mit einem Kubikmeterpreis von 3333 Franken das diesjährige Rekordergebnis brachte, stammt aus dem Raum Flawil/Degersheim. Seine Besonderheit gibt er erst beim genauen Hinsehen oder Hingreifen preis. Das feuchte Holz unter der Rinde schlägt kaum fühlbare Wellen. «Ein Riegelahorn», sagt Revierförster Bruno Cozzio bei dem öffentlichen Rundgang. Für den Eigentümer des Stamms habe sich die Teilnahme an der Submission mehrfach gelohnt. Denn die übrigen, «normal» gewachsenen Ahornstämme erzielten Kubikmeterpreise ab 300 Franken. 3333 Franken sei ein stolzer Preis, sagt Cozzio. Allerdings sei vor einigen Jahren ein Riegelahornstamm angeboten worden, der gar 12716 Franken je Kubikmeter gebracht habe.

Hohe Preise für Zwetschgenholz

200 Stämme von 16 Baumarten mit einer Holzmenge von 430 Kubikmeter Holz hatte die Waldregion St. Gallen zusammen mit der Holzmarkt Ostschweiz AG zum Verkauf nach Henau geführt. Bis zum 4. März hatten Kaufinteressierte ihre Gebote abgeben können. Den Zuschlag erhielten die Meistbietenden.

Die geeignete Präsentation von Holz werde immer wichtiger, sagte Heinz Engler, Geschäftsführer der Holzmarkt Ostschweiz AG und hob die diesbezüglichen Anstrengungen von Bruno Cozzio, Förster im Revier Uzwil und seinem Team hervor. Obwohl mit 1980 Kubikmetern Wertholz über alle fünf Gantplätze der Kantone St. Gallen und Thurgau weniger Volumen verkauft wurde als im Vorjahr, ist Engler mit dem Erlös zufrieden. 920000 Franken lautet das Ergebnis. Wobei 53 Kunden Gebote eingereicht und nur sieben leer ausgegangen seien. «Die kleinste ausgestellte Rechnung belief sich auf 93 Franken, die grösste auf 282000 Franken.» Die Käuferschaft der 1493 angebotenen Stämme aus dem Besitz von 200 Waldeigentümern reicht vom Künstler bis zum grossen Furnierhändler. Während im Vorjahr zwischen 20 und 30 Prozent des Ostschweizer Holzes ins Ausland verkauft wurde, waren es heuer nur rund 10 Prozent.

«Wir hatten, mit 47 Stämmen oder 46,7 Kubikmetern, zu viel Fichtenholz im Angebot. Das drückte den Preis», sagte Bruno Cozzio. Eine Feststellung, die nicht nur in Henau gemacht wurde. Hingegen seien eher zu wenige Eschen angeboten worden. Bis 423 Franken pro Kubik seien offeriert worden – bei einem Listenpreis von 170 Franken. Die bewusste Zurückhaltung bei der Auffuhr von Eschen begründet Cozzio mit dem Eschensterben: «Wir befürchteten, der Markt würde überschwemmt.»

Bei Nussbaum lohne es sich, nicht nur Stämme, sondern alles ab einem Durchmesser von 20 cm zur Submission zu bringen. Die Preise seien gut, auch für kleinere Stücke. Genauso wie beim Zwetschgenholz. «Das Holz ist sensationell gelaufen», beurteilt Bruno Cozzio den Verkauf. Pro Kubik seien zwischen 212 und 1400 Franken bezahlt worden. Auch die Preise für Apfel- und Birnbaumstämme seien, ab einer gewissen Menge «brutal gut».

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