HENAU: Die Bienen zeigen es uns vor

Die Sebastianspfarrei feierte Erntedank mit einer Fülle an Früchten der Erde und mit dem Jodelclub Uzwil. Pastoralassistent Kari Bürgler wählte die Biene als Symbol für den Umgang mit Ressourcen.

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Kari Bürgler sieht den Ertrag aus den Feldern vor dem Altar als Ergebnis einer erfolgreichen Gemeinschaftsarbeit. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Kari Bürgler sieht den Ertrag aus den Feldern vor dem Altar als Ergebnis einer erfolgreichen Gemeinschaftsarbeit. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Dank Jost Marty, dem ersten Komponisten einer Jodlermesse, spielt der Jodelclub Uzwil Jahr für Jahr am Erntedankfest eine wichtige Rolle. Was vorne vor dem Altar in der Sebastianspfarrei Henau von Gisela Loser und ihrem Helferteam an Produkten aus Feld und Garten aufgebaut worden war, nahm der Jodelclub im Sonntagsgottesdienst in seinen Gesängen auf. Gerade in diesem Jahr, in dem Frost und Trockenheit auf die Ernte einen Einfluss haben, werde bewusst, dass Nahrung nicht selbstverständlich ist.

Blumen brauchen Besuch der Bienen

«Geh zur Biene, lerne Weisheit, lerne von ihr Arbeit, Glück…», so steht es an diesem oder jenem Bienenhaus geschrieben. Die Biene gewinnt Nektar, ohne die Blumen zu zerstören. Sie übernimmt dabei sogar die Bestäubungsarbeit. Diesen Ablauf nahm Kari Bürgler als Thema auf, das sich durch den ganzen Gottesdienst zog. Die Biene diene als Vorbild für massvolles Handeln, Leben und Verbrauchen und – das Leben in Gemeinschaft, sagte der Pastoralassistent.

In Zusammenhängen denken und handeln

«Mit Blick in die Welt könnte es uns ergehen wie der ersten Biene», sagte Kari Bürgler in seiner Predigt. Er nahm jedoch die Stärke der zweiten auf und die Stärke der Bienen als Verband. So, wie die Bienen von einer Blumenpracht zur an- deren fliegen würden, könne auch der Mensch lernen, achtsam die schönen Seiten des Lebens wahrzunehmen, sagte der Liturg.

Die Biene habe alles in sich, um aus dem Nektar Honig zu machen, und so sei es auch bei den Menschen. Bürgler lud ein, die Fähigkeiten und Talente einzusetzen, nach aussen zu tragen und in der Gemeinschaft einzubringen. Bienen hätten im Winter eine ausgeklügelte Methode, um Wärme für die sogenannte Wintertraube zu erzeugen. Ihr Leben, und das der Königin, hängten von der Gemeinschaftsarbeit ab, sagte Bürgler. Gemeinschaft wurde auch nach dem Gottesdienst hinten in der Kirche gefeiert – bei einem Apéro und während weiteren Gesängen des Jodelclubs Uzwil.