HENAU: CVP befürwortet Steuersenkung

Der Uzwiler Gemeinderat schlägt vor, den Steuerfuss um sieben Prozentpunkte zu senken. Die CVP Uzwil begrüsst diese Massnahme und heisst das Budget 2018 gut.

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«Wir blicken zurzeit positiv in die Zukunft – die Steuererträge liegen über den Erwartungen», sagte Gemeindepräsident Lucas Keel an der Parteiversammlung vom Donnerstag. Das budgetierte Defizit fürs nächste Jahr beträgt 217 000 Franken und entspricht rund einem Steuerprozent, erläuterte Keel. Um die Budgetsicherheit zu erlangen, seien «Stellhebel» zu setzen. Die Kenngrössen hierzu sei ein Eigenkapital von 10 Millionen und dass die Verschuldung den Betrag von 30 Millionen Franken nicht übersteige. «Die Finanzlage Uzwils beruht auf vernünftigen Zahlen, wir befinden uns im guten Mittelmass.» Das Zinsniveau sei tief, was die finanzielle Situation begünstige. Keel erinnerte an das neue Rechnungsmodell, das im Herbst 2018 eingeführt wird und die finanzielle Betrachtung verändere.

Soziale Aufgaben weiter regionalisieren

Das Gemeindehaus an der Flawilerstrasse wird künftig die Sozialen Dienste beherbergen. Keel geht davon aus, dass weitere verwandte Dienste oder regionale Aufgaben in die Liegenschaft integriert werden. Im Hinblick auf darauf würden Vorinvestitionen vorgenommen.

Im Folgenden zählte der Gemeindepräsident die verschiedenen Investitionen auf. Sie belaufen sich auf 10 Millionen Franken. So stehen im Bereich Bildung Investitionen in den Schulanlagen Neuhof, Schöntal und Herrenhof bevor. Für die Sanierung des Kindergartens Wiesentastrasse wird ein Projektierungskredit anbegehrt. Vor dem Gemeindehaus entstünden keine reservierten Parkplätze. Und bei den Parkplätzen vor dem Schwimmbad soll ein neues Parkregime zum Zuge komme. In Bezug auf Tempo-30 –Zonen versuche man «Lösungen mit Augenmass» zu finden, sagte Keel. Der Ortsbus werde durch ordentliche Busse ersetzt. Im Waldhof werde auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2018 ein Wendeplatz eingerichtet, der 220 000 Franken kosten wird. Im Bereich der Hochwassersanierungen ist laut Keel «ein Set von Massnahmen» vorgesehen. Der Gemeindepräsident hofft, dass die Uzwiler Zentumsplanung seitens des Kantons vorangetrieben wird. Die Gemeinde hat dafür in der Investitionsplanung drei Millionen Franken eingesetzt.

Für die Zentrumsgestaltung Niederstettens findet sich 2019 ein Betrag von 1,5 Millionen Franken. 2022 soll der Radweg Niederstetten bis Salen gebaut werden. Armin Benz regte an, beides zusammen anzugehen. Probleme stellen sich laut Keel wegen der Holcim, die im Bereich des künftigen Radwegs das Kieswerkareal auffüllen wird. Dass der Radweg fertiggebaut werden soll, darin war man sich einig.

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch