Hemberg war immer sein Traum

Hansruedi Giezendanner ist mit dem Bergrennen Hemberg aufgewachsen. Seit er sich erinnern kann, war er als Zuschauer dabei. Als dem Schulbub «Giez» ein Fahrer sein Rennauto zeigte, wusste er: So etwas will ich auch mal fahren.

Stephan Körnli
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Hansruedi Giezendanner wird mit seinem Mitsubishi mit grosser Motivation in Hemberg fahren. (Bild: Stephan Körnli)

Hansruedi Giezendanner wird mit seinem Mitsubishi mit grosser Motivation in Hemberg fahren. (Bild: Stephan Körnli)

RENNSPORT. Als Hansruedi Giezendanner, Mitglied des Rennclubs Untertoggenburg (RCU), die Autoprüfung bestanden hatte, begann er sofort, sich mit lokalen Slaloms an den Motorsport zu gewöhnen. Immer mit dabei war sein Kollege Roland Graf, ebenfalls langjähriges und aktives RCU-Mitglied, der selber auch sehr erfolgreich Motorsport betreibt.

Es braucht eine Lizenz

Giezendanner absolvierte im Herbst 1990 mit Erfolg den zweitägigen Lizenzausbildungskurs auf dem Hockenheimring. Ein solcher Kurs ist Voraussetzung, um beim Verband eine Rennfahrerlizenz beantragen zu können. Diese wiederum ist erforderlich, um an nationalen und internationalen Motorsportveranstaltungen, wie das Bergrennen Hemberg eines ist, starten zu dürfen.

Das Ziel von «Giez» war es, 1991 im offiziellen VW-Golf-Cup zu starten, damit sein Kindheitstraum, als Fahrer am Hemberg-Bergrennen dabei zu sein, in Erfüllung gehen konnte. Hansruedi Giezendanner nahm erfolgreich an den Rennen zum VW-Golf-Cup teil, nur das Bergrennen St. Peterzell-Hemberg wurde 1991 abgesagt. So musste er sich bis vor vier Jahren gedulden, um endlich am Hemberg starten zu können.

Vom Renault 5 zum Mitsubishi Evo

Den VW-Golf-Cup gibt es seit 1992 nicht mehr. Der gelernte Kunststofftechnologe Hansruedi Giezendanner startete deshalb im R5-Classic-Cup, wo er bereits das erste Rennen, bei dem er am Start war, gewinnen konnte. Dann war er mit einem Ford Escort Cosworth unterwegs, hernach nahm er mit einem Renault Megane am Cup teil, anschliessend mit einem Renault am Clio-Cup. Weitere Fahrzeuge von ihm waren ein HKT und ein BMW, ehe er sich das aktuelle Fahrzeug, einen Mitsubishi Lancer Evo, zulegte. Mit diesem Fahrzeug ist er erfolgreich. Er konnte schon das Bergrennen Reitnau, das Bergrennen Gurnigel und im 2013 das Bergrennen Hemberg gewinnen. Vergangenes Jahr wurde Giezendanner am Hemberg Zweiter, wie auch dieses Jahr beim Slalom Frauenfeld.

Auch als Zuschauer besucht Hansruedi Giezendanner gerne Motorsportevents, und im Winter, wenn es die Zeit erlaubt, ist er auf den Skipisten anzutreffen. Dies aber nicht mehr so oft, seit er als Teilhaber bei der Brunaplast in Brunnadern arbeitet.

Start am Bergrennen Hemberg

Aber jetzt heisst es für Hansruedi Giezendanner, wie für alle anderen 70 aktiven Rennclub-Untertoggenburg-Piloten, sich optimal auf das bevorstehende Heimrennen vom 13. und 14. Juni von der Schwanzbrücke bis hinauf nach Hemberg vorzubereiten. Er und seine Clubkollegen möchten sich alle mit einer möglichst perfekten Leistung den 170 RCU-Clubmitgliedern und den vielen bekannten Zuschauer präsentieren.

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