Heimspiel gegen Aarau
Die Schonfrist für den FC Wil ist vorbei: Fehler werden nun kritischer gesehen

Nach kurzer Winterpause und überstandener Quarantäne empfängt der FC Wil am Samstagabend den formstarken FC Aarau in der Challenge League. Die Anpassungszeit für Spieler, die erstmals auf diesem Niveau spielen, ist laut Cheftrainer Alex Frei vorüber.

Tim Frei
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Captain Philipp Muntwiler (am Ball) geht ab Samstagabend wieder auf Punktejagd mit dem FC Wil.

Captain Philipp Muntwiler (am Ball) geht ab Samstagabend wieder auf Punktejagd mit dem FC Wil.

Bild: Claudio De Capitani / Freshfocus (Thun, 21.11.2020)

Knapp drei Wochen – so kurz war die Winterpause noch nie. Gar noch kürzer war sie für den FC Wil. Das Challenge-League-Team musste wegen sechs coronainfizierter Spieler zehn Tage in Quarantäne, weshalb ein Grossteil der ersten Mannschaft das Fussballtraining erst am Dienstag wieder aufnehmen konnte. Für die coronaerkrankten Spieler waren Einheiten auf dem Rasen erst ab Donnerstag wieder möglich.

Coach Alex Frei und seinem Team blieben also nur noch wenig Trainings, um sich auf die Fortsetzung der Meisterschaft und das Heimspiel vom Samstag um 18.15 Uhr gegen den FC Aarau vorzubereiten. Das sei natürlich nicht optimal, sagte Frei am Freitag beim Mediengespräch: «Doch das darf keine Ausrede sein. Wir sind überhaupt nicht verunsichert. Es verändert sich nur die Handhabung der Vorbereitung, die nun etwas länger dauert – wohl bis zum Heimspiel gegen Xamax von übernächster Woche.»

Weil sie noch Nachwirkungen spüren: Der Einsatz einiger Spieler ist fraglich

Wils Personalsituation für das Heimspiel gegen Aarau war am Freitagmittag noch nicht definitiv geklärt. Frei kann im Minimum auf 16 bis 17 Spieler zählen. Fraglich ist dagegen der Einsatz jener Akteure, welche die Nachwirkungen der Erkrankung spürten und «noch nicht zu 100 Prozent fit» seien.

Mit 15 bestrittenen Partien fehlen noch drei Spiele bis zum Ende der Vorrunde. Und doch dürfte sich die Wiederaufnahme der Challenge League wie der Start in die Rückrunde anfühlen. Für die Wiler wäre es nach vier Niederlagen en suite an der Zeit, wieder zu punkten.

Mehr Konstanz ist gefordert

«Unser Problem war die Konstanz», sagte Frei und ergänzte: Viele unserer Spieler bestritten erstmals Partien auf dieser Stufe, weshalb wir ihnen eine Adaptionszeit von vier bis fünf Monaten gewährten. Nun ist diese Zeit aber vorbei.» Dies heisse nicht, dass Fehler nicht mehr verziehen würden. Aber sie würden nun kritischer gesehen.

Die zweitklassierten Aarauer steigen als Favorit in die Partie. Dass dies aber nichts bedeuten muss, zeigte der Herbst. Beim Liga-Saisonstart im September gewann Wil in Aarau nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1.