Heimniederlage gegen Frauenfeld: Zum Punktgewinn des FC Sirnach fehlte wenig

Sirnach verliert zum Auftakt der Meisterschaft in der 2. Liga regional gegen Aufstiegsfavorit Frauenfeld mit 1:3. Unter dem neuen Trainer José Rivero zeigten sich die Hinterthurgauer aber deutlich verbessert als noch im Vorjahr, als sie im Startspiel gegen den gleichen Gegner untergegangen waren.

Roman Scherrer
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Rückkehrer Dalibor Velickovic (links im Bild gegen Berg im Cup) gab Sirnachs Defensive beim Meisterschaftsauftakt gegen Frauenfeld Stabilität.

Rückkehrer Dalibor Velickovic (links im Bild gegen Berg im Cup) gab Sirnachs Defensive beim Meisterschaftsauftakt gegen Frauenfeld Stabilität.

Bild: Tim Frei (Berg, 7. August 2020)

Ein Déjà-vu ist es dann doch nicht. Zwar ähnelten die ersten Minuten dem Spiel vor einem Jahr, als Sirnach gegen Frauenfeld zum Meisterschaftsauftakt eine 0:7-Heimniederlage kassiert hatte.

Die Gäste drückten nach vorne und suchten die frühe Führung, was ihnen aber nicht gelang. Einerseits, weil sie nicht mehr so dominant auftraten wie noch vor einem Jahr. Andererseits, weil der FC Sirnach schnell einmal gut organisiert war und das Spiel beruhigte.

Frauenfelds Mlinaric reüssiert im zweiten Anlauf

Nach einer Viertelstunde hätte das Heimteam gar durch Velickovic in Führung gehen können. Doch er brachte die Freistoss-Vorlage des Stürmers Etemi nicht an Torhüter Siddiqui vorbei. Hingegen nutzten die Frauenfelder zehn Minuten später ihre Gelegenheit: Sirnachs Goalie Josip Martic wehrte den Schuss von Stalder zwar noch ab, aber nur bis zu Mlinaric. Dieser traf das leere Tor nach einem Pfostenschuss im zweiten Anlauf.

Die Führung war spätestens zur Pause verdient, denn der FC Frauenfeld erarbeitete sich mehrere gute Chancen. Kälin, Mlinaric und Stalder vergaben aber allesamt.

Simone Ciraci trifft im ersten Ligaspiel für Sirnach

In der zweiten Hälfte tat sich Sirnach lange schwer, in der Offensive etwas zu kreieren. Es brauchte eine Standardsituation, um gefährlich zu werden und den Ausgleich zu erzielen: Ein Freistoss des Offensivmanns Etemi von der Strafraumecke sorgte zunächst für ein Gewühl, aus dem der Ball zu Simone Ciraci gelangte. In seinem ersten Ligaspiel für Sirnach brachte er den Ball schliesslich im Tor unter, per Kopf überwand er Frauenfelds Goalie.

Nur etwa eine Viertelstunde später kam der Gast ebenfalls per Freistoss zur erneuten Führung. Stalder zirkelte den Ball auf Schweingrubers Kopf, der herrlich unter die Latte zum 1:2 traf.

Revanche misslingt, aber gute Ansätze überwiegen

Obwohl Sirnachs neuer Trainer José Rivero mit Einwechslungen frische Kräfte im Angriff brachte, wollte dem Heimteam kein Tor mehr gelingen. Vielmehr entschied Frauenfeld kurz vor Schluss mit einem Konter die Partie. Stalder konnte aus fünf Metern nur noch einschiessen.

Die Revanche für das Spiel vor einem Jahr ist den Hinterthurgauern damit zwar nicht geglückt. Zum Punktgewinn hat allerdings wenig gefehlt. Und weil Frauenfeld als einer der stärksten Gegner in der Gruppe gilt, ist es kein so schlechter Saisonauftakt, wie es das Resultat vermuten lässt.

Zudem konnten junge Spieler wie Simone Ciraci und Mujkanovic zeigen, dass sie für die Sirnacher in dieser Saison noch wichtig werden könnten. Nicht zuletzt konnten die routinierten Rückkehrer Velickovic und Kojic beweisen, dass sie in der Lage sind, die Abwehr zu stabilisieren.

FC Sirnach Stella – FC Frauenfeld 1:3 (0:1)

Kett, Sirnach
Tore: 25. Mlinaric 0:1. 62. Simone Ciraci 1:1. 79. Schweingruber 1:2. 89. Stadler 1:3.
Sirnach: J. Martic; Braun (52. De Giosa), Simoes, Kojic (68. Cardoso), Velickovic; S. Ciraci (84. Ince), A. Ciraci, Mujkanovic, D. Martic; Etemi, Teixeira (78. F. Bytyqi)

Die Tabelle der 2. Liga regional (Gruppe 2) und mehr Infos zum Spiel finden Sie hier.