HEIMAT: Gestern, heute und morgen

Kultur ist ein Teil von Oberbüren. Das Thema bekommt mit der Kunstausstellung im Schulhaus Brühlacker eine Plattform. 22 Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Arbeiten noch bis zum zweiten Juli.

Thomas Riesen
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Armin Benz freut sich über die Eröffnung des Radwegs.

Armin Benz freut sich über die Eröffnung des Radwegs.

Thomas Riesen

redaktion@wilerzeitung.ch

Malereien, Möbel, Skulpturen, Schmuck, abstrakte Kunst und noch mehr gibt es anlässlich der Feierlichkeiten zu 1200 Jahre Oberbüren zu sehen. Es ist ein umfassender Überblick über das vielfältige Kunstschaffen in der Gemeinde. Organisiert wurde die Kunstausstellung von Hansjörg Bauer, in Zusammenarbeit mit Guido Staub. «22 Kulturschaffende sind schlicht überwältigend», fasst er an der Vernissage zusammen. Damit hätten sie nicht gerechnet. Gut gefällt ihm auch die gezeigte Vielfältigkeit. «Es ist schön, dass sich ein Teil der Künstler direkt mit dem vorgegebenen Thema befasst.»

Begrüsst wurden die zahlreichen Besucher durch Roger Niedermann, OK-Präsident von 1200 Jahre Oberbüren. Auch er zeigte sich über das grosse Interesse der Künstler und den grossen Publikumsandrang bei der Vernissage überrascht. «Der Anlass war schwer einzuschätzen, doch die Angst war unbegründet.» Er bedankte sich für den Mut, das künstlerische Werk zu zeigen und sich zu engagieren.

Das Thema umgesetzt

Gemeindepräsident Alexander Bommeli sagte: «Sie haben die Aufgabe, Oberbüren zu zu interpretieren.» Das geschehe auf höchst unterschiedliche Art und Weise. «Kunst kommt von Können, also handwerklichen Fähigkeiten, Willen und der Kunst, Schönheit in sich zu vereinen.» Für die Besucher sei die Ausstellung eine Gelegenheit, mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen.

Das Motto der Ausstellung ist «Gestern – Heute – Morgen». Die 58-jährige Annelie Dus aus Sonnenthal ist seit Kindheit künstlerisch tätig. Ihre Werke entstanden in den letzten drei Monaten. Der Fensterrahmen «Chor mit Durchblick» steht für heute, «Othmars Rückkehr» – ein Hobel mit Figuren – für gestern und «Fantasie», die Schraubzwinge mit Kopf, für morgen. Damit hat sie das vorgegebene Thema umgesetzt. Darüber hinaus zeigt Annelis Dus aber auch die Stele «Sonne(nthal)», als Bekenntnis zu ihrer Heimat.

Erna Hutter aus Niederwil zeigt Steinkatzen in diversen Variationen. Seit bald 40 Jahren arbeitet sie mit diesem Material. Nicht weniger faszinierend findet die 79-Jährige Katzen. Es seien geheimnisvolle Wesen, mit unterschiedlichen Charakteren. Überhaupt sind die Hutters eine künstlerisch engagierte Familie. Ihr Mann Ueli zeigt Aquarelle und Sohn Roman Kraftnadelradierungen sowie Bronzeunikate. Die 69-jährige Vreni Schibli aus Oberbüren malt seit ihrer Jugendzeit, und Malen ist für sie auch eine Gesundheitstherapie.