Heilkräuterpfad «rond om» Degersheim

Der Verkehrsverein plant in seinem Projekt «Degersheim zum Anbeissen» einen Kräuterlehrpfad. An ausgesuchten Standorten sollen alpenländische Kräuter und Heilpflanzen angepflanzt werden.

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«Degersheim zum Anbeissen» – DzA – damit gewann der Verkehrsverein Degersheim (VVD) 2017 beim 150-Jahr-Jubiläum der St. Galler Kantonalbank ein Budget von 100000 Franken für die Umsetzung ihrer Idee, Degersheim ein wenig schmackhafter zu machen. Ganz im Sinne der Idee stellte sich der VVD unter anderem einen Kräuterpfad durchs Dorf vor. Ein Pfad, auf dem man heimische Kräuter entdecken kann. Die Idee ist neben dem Pflückgarten beim Kindergarten Bergstrasse und den privaten, aber öffentlich zugänglichen Pflanzbeeten der dritte Projektteil innerhalb von «Degersheim zum Anbeissen». Aus dem angedachten Kräuterpfad ist ein Heilkräuterpfad geworden.

«Man kann auf dem Pfad diverse Kräuter nicht nur kennen lernen, sondern erfährt auch, wozu sie gut sein können», sagt Thomas Schneider, Dorfdrogist und Betreuer des Projekts. Zusammen mit Gartenbauer Bruno Vanzo hat er die Idee verfeinert und unlängst dem Projektteam von DzA vorgestellt. Demnach sollen im Dorf mehrere Kräutergartenanlagen entstehen, die durch einen Weg verbunden sind. Der Weg führt von der Drogerie an der Hauptstrasse zum Förenwäldli, dann zum Wolfensberg und kehrt via katholische Kirche zum Ausgangspunkt zurück. Der Weg folgt damit in Teilen dem «Rond om Tegersche-Weg».

Natürliche Kräuterstandorte

Das Besondere am Heilkräuterpfad sei, dass die Kräuterstandorte teilweise künstlich angelegt werden, doch im Fall des Förenwäldli seien viele Kräuter schon vorhanden, man müsse sie nur kennzeichnen. Bei der Kirche und beim Hotel Wolfensberg sollen Kräutergärten angelegt werden, die bekannte und weniger bekannte Kräuter und Heilpflanzen zeigen, sagt Bruno Vanzo. Drogist Schneider spricht dabei auch von «Arzneipflanzen», also Kräuter, aus denen natürliche Medikamente hergestellt werden oder selbst hergestellt werden können. «Die Erklärungen können auch als Anleitungen dienen, sich selber Kräuterpflanzen anzulegen.»

Unterhalt beim Verkehrsverein

Die St. Galler Kantonalbank, vertreten durch den Degersheimer Filialleiter Werner Britt, meint: «Es ist ein weiteres interessantes Projekt. Ich staune über die Ideen, die der Verkehrsverein hat und die auch nachhaltig sind.» Die SGKB hat dem VVD Anfang 2018 100000 Franken zur Verfügung gestellt und begleitet die Projekte aktiv durch «Projektgötti» Britt: «Eigentlich hatte unsere Bank gewünscht, dass alle Projekte bis Ende 2018 fertiggestellt sind. Doch wir haben gesehen, dass der Zeitraum doch etwas kurz war. So werden viele Projekte erst 2019 fertig, was aber ihrer Nachhaltigkeit keinen Abbruch tut.»

Apropos Nachhaltigkeit: Der Heilkräuterpfad wird unterhalten werden müssen und das kostet. DzA-Projektleiter und VVD-Präsident Thomas Scherrer: «Die Unterhaltskosten sind überschaubar und im Pflanzjahr und 2020 sind sie gedeckt. Danach wird die Verantwortung beim Verkehrsverein liegen.» (pd)