Heftige Kritik nicht angebracht

Sonisphere-Festival in Jonschwil Meiner Meinung nach ist diese heftige Kritik nicht angebracht, und die Organisatoren dieser Veranstaltung haben es nicht verdient, buchstäblich in den Dreck gezogen zu werden.

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Sonisphere-Festival in Jonschwil

Meiner Meinung nach ist diese heftige Kritik nicht angebracht, und die Organisatoren dieser Veranstaltung haben es nicht verdient, buchstäblich in den Dreck gezogen zu werden.

Als direkte Anstösserin war ich vom Lärm und auch vom Verkehr betroffen. Erstaunt musste ich aber feststellen, dass ich weder verkehrstechnisch noch sonst irgendwelche Behinderungen erfahren musste. Ich habe mich aber auch auf die speziellen Umstände eingestellt und mich arrangiert.

Dieses Festival findet ein Mal im Jahr statt und ist etwas Besonderes. Viele Einwohner pilgerten vor, während und/oder nach der Veranstaltung zum Festivalgelände, um sich alles aus der Nähe anzusehen und mitzuerleben. Die verdreckten Strassen, der Abfall waren gewaltig und entlockten einigen ein Schmunzeln, vor allem wenn die Festivalbesucher mit ihren Abfallsäcken um die Schuhe entgegenkamen! Sensationell war aber auch, wie schnell unsere Dörfer wieder aufgeräumt waren und der Dreck von den Strassen entfernt wurde.

Statt sich darüber aufzuregen, wäre es angebrachter, den Organisatoren und auch den vielen Helfern ein Kompliment auszusprechen. Den Landwirten gebührt ein Dank, dass sie ihre Wiesen zur Verfügung gestellt haben und auch viele Parkierende wieder aus dem Dreck gezogen haben. Dass dabei von einigen enorme Preise verlangt wurden, ist natürlich nicht die feine Art, hat aber nichts mit dem Veranstalter zu tun, da dieser selbst bezahlte Traktorfahrer zur Verfügung stellte, die nichts verlangten fürs Herausziehen.

Den Festivalbesuchern möchte ich sagen, dass bei einem Open Air das Wetter immer eine grosse Rolle spielt. Jeder, der den Wetterbericht nur ein wenig verfolgt hat, wusste, dass es eine Schlammschlacht werden würde. Jeder Besucher ist freiwillig an diese Veranstaltung gekommen. Die einen haben das Beste daraus gemacht, die anderen haben über die Organisatoren hergezogen, obwohl bei diesem Regen alle Massnahmen in einem Schlammbad geendet hätten.

Eines ist gewiss, über dieses Festival wird noch lange geredet, ob nun im guten oder schlechten Sinn. Sicherlich gibt es einiges, was seitens der Organisatoren und Behörden überdacht werden muss. Aus den Fehlern können wir nur lernen. Geben wir ihnen die Chance dazu, denn solche Events sind auf jeden Fall eine Bereicherung.

Gabi Bühler Buebenstrasse 10 9536 Schwarzenbach