Hauswarte werden vor Ort sein

Der Hausdienst der Stadt Wil wird neu organisiert, was heftige Kritik bis in politische Kreise auslöst. Nun nimmt Schulratspräsidentin Jutta Röösli Stellung.

Philipp Haag
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Jutta Röösli Schulratspräsidentin (Bild: pd)

Jutta Röösli Schulratspräsidentin (Bild: pd)

WIL. Die Umstrukturierung bei den städtischen Hausdiensten sorgt für Unsicherheit und Unmut. Die Neuorganisation gelangt bis auf das politische Parkett, wie diese Zeitung gestern berichtete. Die SP reicht an der nächsten Parlamentssitzung eine Interpellation ein, weil sie im neuen Konzept eine versteckte Sparmassnahme vermutet. In Zukunft ist der Hausdienst in Rayons eingeteilt. Die Zuständigkeit eines Hauswarts zu einer bestimmten Liegenschaft entfällt, was im Fall der Schulhausabwarte, «die guten Seelen der Schulhäuser», auf Kritik stösst. In den Augen der SP ist der Schaden grösser als der Nutzen.

Eine gewisse Herausforderung

Nun nimmt Schulratspräsidentin Jutta Röösli, die am Mittwoch nicht erreichbar war, Stellung: «Der Stadtrat ist sich bewusst, dass diese neuen Strukturen sowohl für die Mitarbeitenden im Hauswartdienst als auch für die Lehrpersonen und Schulleitungen eine Veränderung und damit auch eine gewisse Herausforderung bedeuten.» Dabei sei zu beachten, dass ein Hauswart in einem Schulhaus nicht genau dieselbe Rolle habe wie ein Hauswart, der für ein Verwaltungsgebäudes zuständig sei. Es sei wichtig, dass diesen Unterschieden auch in der neuen Organisationsform so weit als möglich Rechnung getragen werde, sagt Jutta Röösli. «Klar ist: Auch mit den neuen Strukturen und Zuständigkeiten werden die Hauswarte ihre Arbeit künftig vor Ort erledigen, das heisst im Schulhaus und auf dem Areal.» Durch die vorgesehene Rayonbildung werde die Präsenz vor Ort zwar in einer abgeänderten Form ausfallen, die Hauswarte werden den Schulhausbetrieb weiterhin in einer adäquaten Art und Weise unterstützen.

Für das weitere Vorgehen zählt der Stadtrat auf alle Mitarbeitenden im Hausdienst: In den nächsten Monaten wird unter Federführung des Departements Bau, Umwelt und Verkehr (BUV) und des städtischen Personaldienstes die Besetzung der neuen Funktionen mit den bestehenden Mitarbeitenden erfolgen. «Parallel dazu wird das BUV mit den Schulen die detaillierte Ausgestaltung der Aufgaben pro Rayon und Schuleinheit definieren und dabei auch spezifische Bedürfnisse mitberücksichtigen», sagt Jutta Röösli.

Längere Besitzstandsgarantie

Der Personalverband der Stadt Wil konnte sich in der Vernehmlassung äussern. Wie Präsident Daniel Berger sagt, konnte erreicht werden, dass die Besitzstandsgarantie ein wenig ausgedehnt worden sei und die Stadt bei Härtefällen unverzüglich das Gespräch mit dem betroffenen Mitarbeitenden aufnehme.