Hauseigentümer unter Turnern

In der Sportarena des Regionalen Leistungszentrums Ostschweiz informierte Geschäftsführer Jürg Litscher über die Strukturen und den Betrieb. In einem Showprogramm zeigten die jungen Turnerinnen und Turner ihr Können.

Ernst Inauen
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Rund 100 Mitglieder des Hauseigentümerverbands (HEV)konnte Präsident Marcel Mosimann in der Halle des Regionalen Leistungszentrums RLZ begrüssen. Von der Galerie aus konnten die Besucher das Geschehen in der grossen Halle beobachten. Mit einem Showprogramm vermittelten das Leiterteam und die jungen Kaderturner einen Einblick in Trainingsbetrieb.

Sportfreundliche Ostschweiz

Geschäftsführer Jürg Litscher hiess die Gäste in der «modernsten Kunstturnhalle» der Schweiz, wie er mit Stolz betonte, willkommen. «In den letzten Jahren hat sich im Kunstturnen in der Schweiz einiges bewegt. Die amtierenden Schweizer Meister Giulia Steingruber und Pablo Brägger zeugten durch ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in der Öffentlichkeit davon», sagte Litscher einleitend.

Weitere Turnerinnen und Turner aus der Ostschweiz seien bereits auf dem Sprung in eine nationalen Nachwuchsauswahl. Das RLZ sei nicht nur auf den Spitzen- und Leistungssport ausgerichtet, sondern setze auch Zeichen für mehr Bewegung und Freude an der Leistung. Vorgestellt wurden ebenfalls die Trainerinnen und Trainer, welche einen hohen Anteil an die Förderung der Sporttalente leisten.

2007 startete eine Projektgruppe aus den Kantonen St. Gallen und Thurgau mit der Planung eines Leistungszentrums. Ende 2007 erfolgte der Spatenstich und bereits im September 2008 konnte das RLZ Ostschweiz offiziell eröffnet werden. Für den Bau wurde eine Stiftung eröffnet, welche die Lütisburger Gemeindepräsidentin Imelda Stadler präsidiert. Die Stiftung ist Eigentümerin der Halle und vermietet diese an den Trägerverein, dem der Wiler Willi Aurich als Präsident vorsteht. Das RLZ Ostschweiz als Leistungszentrum für Kunstturnen ist ein Bindeglied zwischen dem Verbandszentrum in Magglingen und den kantonalen Trainingszentren. Die Finanzierung ist durch eine breite Unterstützung gesichert. Sie erfolgt zu 45 Prozent über Sport-Toto, Jugend+Sport, Kaderbeiträge STV und Jahresbeiträge. Strukturbeiträge von Verbänden und Sponsorengelder machen weitere 30 Prozent aus; der Restbeitrag kommt aus der Hallenvermietung und Anlässen. Die Sportarena wird auch für Anlässe und Kurse des Breitensports benutzt.

Nachwuchs frühzeitig fördern

In Wil finden die Nachwuchsturnerinnen und -turner optimale Rahmenbedingungen. Mit der Eröffnung der Sportoberstufenschule «Lindenhof» wurden gute Voraussetzungen geschaffen für den Bereich Schule und Sport. So können die Schülerinnen und Schüler dreimal pro Woche zweiphasig trainieren. Die Kadermitglieder trainieren rund 20 bis 23 Stunden. Die Koordination zwischen den Sportlern und den Schulen übernimmt ein Koordinator. Auswärtige Jugendliche finden zum Teil Aufnahme in Gastfamilien. In einzelnen Interviews entlockte Litscher den Kids die Beschreibung ihres Tagesablaufs.

Turnerische Demonstration

Zum Aufwärmen und Einturnen zeigten die zwölf- bis fünfzehnjährigen Mädchen und Knaben am Boden Standardelemente der Gymnastik und der Grundakrobatik. An Geräten folgten Übungsteile. Besonders imponierend wirkten die tollen Sprungfolgen auf der Tumblingbahn und am Boden oder die Körperbeherrschung auf dem Übungspilz und auf dem Pauschen. Gefallen fanden bei den Mädchen die gymnastische und tänzerische Eleganz und die mutigen Übungsteile am Stufenbarren und auf dem schmalen Balken. Abschliessend präsentierten sich die Sportlerinnen und Sportler auf der Bodenfläche und wurden für ihre bravourösen Leistungen von den Gästen mit grossem Applaus belohnt.