HAUPTWIL: Badespass am Puls der Natur

Die Weiherbadi ist für Wasserratten und Sonnenanbeter eine reizvolle Alternative zu konventionellen Schwimmbädern. Für die Gäste gibt es Einschränkungen, doch die Anlage punktet mit günstigen Eintrittspreisen und einer attraktiven Lage.

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Die idyllische Lage des Hauptwiler Badiweihers zieht auch auswärtige Gäste an. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Die idyllische Lage des Hauptwiler Badiweihers zieht auch auswärtige Gäste an. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Dem Anspruch, ein «Paradies im Grünen» zu sein, wird die ­Gemeinde Hauptwil-Gottshaus auch mit ihrem Schwimmbad ­gerecht. Zwar müssen Gäste auf Dinge wie Kiosk oder Sprungturm verzichten, doch dafür können sie den Sommer in einer ausgesprochen idyllischen Kulisse geniessen. Duschen, Umkleidekabinen und Toiletten stehen zur Verfügung. «Die Weiherbadi ist für viele einheimische und auswärtige Besucher eine wichtige und gern besuchte Einrichtung zur Freizeitgestaltung», sagt Gemeindepräsident Matthias Gehring, der gelegentlich auch selber ein erfrischendes Bad nimmt.

Radios und Hunde sind nicht erlaubt

Das naturnahe Badevergnügen hat aber seinen Preis, wobei damit nicht die Eintrittsgebühr gemeint ist. Diese ist mit 50 Rappen für Einheimische sowie Bewohnern aus Niederbüren und Waldkirch bescheiden (alle anderen Besucher bezahlen zwei Franken, Hauptwiler Schulklassen überhaupt nichts). Vielmehr müssen aus Gründen des Naturschutzes einige Einschränkungen in Kauf genommen werden, wie Gehring erklärt. So sind Schutzzonen markiert, Boote und Luftmatratzen werden auf dem Weiher nicht zugelassen. Aus Rücksicht auf die Tierwelt sind auch keine Radios und Hunde erlaubt. Auf einen Unterschied weist Gehring besonders hin: «Es gibt hier keine Aufsichtsperson; das Baden erfolgt stets auf eigene Gefahr!»

Nullsummenspiel bei normaler Saison

Eine Goldgrube ist die beliebte Weiherbadi für die Gemeinde nicht. Aber auch kein Defizit- geschäft. Sind keine grösseren Investitionen nötig und ist der Sommer nicht verregnet, ergibt sich laut Gehring ein Nullsummenspiel. Das heisst: Die Einnahmen, die durchschnittlich rund 9000 Franken pro Jahr betragen, decken dann gerade die Ausgaben.

Georg Stelzner

redaktion@wilerzeitung.ch

Öffnungszeiten

Täglich von 6 bis 22 Uhr; Eingang an der Freihirtenstrasse