Hasstiraden gegen Fahrende auf Facebook

MÜNCHWILEN. Rund fünfzig Fahrende haben sich anfangs Woche in Münchwilen in der Nähe des «Bodelose Weiers» niedergelassen (unsere Zeitung berichtete). Sie wollen zwei Wochen bleiben und haben sich bis anhin an alle Abmachungen mit der Gemeinde, der Eigentümerin des Areals, gehalten.

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MÜNCHWILEN. Rund fünfzig Fahrende haben sich anfangs Woche in Münchwilen in der Nähe des «Bodelose Weiers» niedergelassen (unsere Zeitung berichtete). Sie wollen zwei Wochen bleiben und haben sich bis anhin an alle Abmachungen mit der Gemeinde, der Eigentümerin des Areals, gehalten.

Erschreckend viel Beifall

Auf Facebook verbreitet dennoch eine Frau ihren Unmut über die Roma – und erntet dafür erschreckend viel Beifall. Die junge Sirnacherin hat offenbar während eines Besuchs des Parkbades an der Murg eine Parkbusse erhalten. Sie fühle sich als Schweizerin im eigenen Land wie «s'letschte Dubbeli» angesichts der Tatsache, dass sie gebüsst werde, die Roma aber einfach so ohne Bewilligung bleiben dürfen.

Mehrheitlich Zustimmung

Auch wenn die Fahrenden sehr wohl eine Erlaubnis haben – der Text auf dem Profil der jungen Frau erfährt fast ausnahmslos Zustimmung. Die Dutzende von Likes sind dabei weniger bedenklich als die Kommentare. Diese reichen von «riesen Sauerei» über «Dreckspack» bis hin zum obligaten, weinerlichen «Man wird ja schon als rechtsextrem beschimpft, wenn man ein T-Shirt mit Schweizerkreuz trägt». In all diesen Hasstiraden gehen die wenigen zu Anstand mahnenden Stimmen beinahe unter. (kuo)