Harte Landung für den TTC Wil

Ohne Punkt kehrten die Wiler Tischtennis-Cracks aus dem Welschland heim. Gegen den Aufsteiger UGS Chênois gab es nicht einmal ein Unentschieden.

Monika Frey Mäder
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TISCHTENNIS. Das Spiel am Samstag auswärts in Basel stellte für die Wiler zweifelsohne eine schwierige Aufgabe dar. Der mehrfache Schweizer Mannschaftsmeister Rio Star Muttenz, der die letzten Jahre das Tischtennisgeschehen relativ klar dominiert hatte, startete auch in diese Saison souverän und bis jetzt ohne Punkteverlust. Yang Chengbowen, die Basler Nummer 1, verlor zwar gegen Beat Staufer einen Satz, lag gegen Norbert Toflavi sogar mit zwei Sätzen zurück, konnte jedoch dank seiner Spielstärke und Überlegenheit diese beiden Spiele, wie schon so oft, zu seinen Gunsten wenden. Einzig Christian Hotz holte für die Wiler den Ehrenpunkt mit seinem Pflichtsieg gegen den tiefer eingestuften Dominic Schaufelberger, musste jedoch gegen Elia Schmid eine herbe Niederlage einstecken. Beat Staufer, der nach dem Abstieg seines Vereins Young Stars Zürich in die Nationalliga B längere Zeit nicht mehr auf diesem Niveau gespielt hatte, musste die schmerzhafte Erfahrung machen, dass das Mithalten in der obersten Spielklasse für ihn nicht so einfach ist.

Herbe Niederlage

Am Sonntag stand die Begegnung gegen Aufsteiger UGS-Chênois auf dem Programm. Von diesem Spiel erwarteten die Wiler schon einiges mehr. Obwohl die Wiler die Spielstärke der Romands nach der ersten Doppelrunde sehr gut einschätzen konnten, war für Hotz, Tofalvi und Staufer die deutliche 6:2-Niederlage sehr ernüchternd und frustrierend.

Nach den ersten vier Einzeln lagen die Wiler bereits mit 4:0 im Rückstand. Christian Hotz gelang wiederum ein Sieg gegen Daniel Memmi, er verlor aber die andern beiden Einzel je 3:1 in Sätzen. Norbert Tofalvi konnte wenigstens im Doppel zusammen mit Christian Hotz mit einem Sieg beweisen, was er kann. Dass er aber in allen seinen Einzelspielen kaum eine Chance auf einen Sieg hatte, stimmt bedenklich. Beat Staufer, der gegen die beiden A20-klassierten Topspieler Champod und Rumgay keinen einzigen Satz gewinnen konnte, musste sich eingestehen, dass er weit weg von seiner früheren Form als Nationalspieler ist.

Zweitletzter Tabellenplatz

Rio Star Muttenz führt zu Recht die Tabelle an. UGS-Chênois folgt gleich dahinter mit einem Sieg weniger. Gespannt darf man auf die Begegnung dieser beiden Mannschaften sein. Das Wiler Team, das mit nur einem Sieg zurzeit auf dem zweitletzten Platz liegt, muss dringend über die Bücher. Gegen Meyrin und Veyrier, auf die die Äbtestädter in der nächsten Doppelrunde (22./23. November) treffen, müssen Punkte her, wenn die Ostschweizer den Anschluss nicht verlieren wollen.

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