Hart erkämpfter Pflichtsieg

Bazenheid verteidigt mit dem 2:0-Erfolg in Goldach die Tabellenspitze in der 2.-Liga-Gruppe 2, konnte die drei Punkte aber nicht so leicht gewinnen. Der 13. Saisonsieg geht unter die Rubrik «glücklich und hart erarbeitet».

Beat Lanzendorfer
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Andrin Holenstein vom FC Bazenheid (rot) trifft in der 34. Minute zum 1:0. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Andrin Holenstein vom FC Bazenheid (rot) trifft in der 34. Minute zum 1:0. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Der Gesichtsausdruck der Spieler nach dem Schlusspfiff sprach Bände: Zufriedenheit sieht anders aus. Die Goldacher waren enttäuscht, weil sie trotz harter Gegenwehr leer ausgingen, die Gegenseite freute sich zwar über drei Punkte, die dafür abgelieferte Leistung fiel aber bescheiden aus. Heris Stefanachi, Trainer der Alttoggenburger, drückte es so aus: «Ich bin masslos enttäuscht. Die erste Halbzeit geht noch halbwegs in Ordnung, was wir aber nach dem Wechsel boten, war einfach schwach. Es hätte auch ins Auge gehen können, zum Schluss war es gar noch ein Zitterspiel.»

Chancen im Überfluss

Dass es überhaupt so weit gekommen ist, hatten sich die Gäste selbst zuzuschreiben. Trotz knappem Ausgang hätte es aufgrund der Chancen zu einem höheren Sieg reichen müssen. Den Anfang machte das Offensivtrio Stadler/Maksuti/Holenstein. Jeder bekam nach zwölf Minuten einen Versuch, alle scheiterten an Torhüter Mäder, dem Ex-Bazenheider. Nach Ablauf einer halben Stunde war Holenstein schneller als sein Gegenspieler und lief allein auf Mäder, als er zu Fall kam. Der Unparteiische sah es als Schwalbe und gab dem Stürmer Gelb. Aus Sicht des neutralen Beobachters eine klare Fehlentscheidung. In der Folge war Bazenheids Bester gelb-rot-gefährdet, was Trainer Stefanachi veranlasste, ihn zur Pause vom Feld zu nehmen. Dies hinderte ihn zwei Minuten nach der ominösen Szene nicht daran, den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuss über den Torhüter zu lupfen und herrlich zum 1:0 abzuschliessen. Auf der Gegenseite scheiterten Kostic und Keller an Bernet. Turbulent wurde es dann kurz vor dem Pfiff in die Pause. Zuerst verpasste Gregorin das 2:0, dann zeigte Bernet gegen Brandenberger aus kürzester Distanz einen tollen Reflex und stellte unter Beweis, warum er mit bald 37 Jahren noch immer zu den Besten seiner Zunft gehört.

Entscheidung verpasst

Weil es die Toggenburger verpassten, mit weiteren Toren das Spiel frühzeitig in die richtigen Bahnen zu lenken, witterte Goldach Morgenluft. Vorerst waren es aber Maksuti und Cakir, die etwas sorglos mit ihren Möglichkeiten umgingen. In der Schlussphase legte der Drittletzte dann jeglichen Respekt ab und tauchte mehrmals gefährlich vor des Gegners Gehäuse auf. Ein Tor fiel für die Gastgeber aber nicht. Bezeichnend, dass sich für die Bazenheider die beste Szene in der Nachspielzeit ereignete. Ein mustergültig vorgetragener Konter via Stadler/Maksuti und Düring schloss Luis nach 93 Minuten zum 2:0 ab.

Trotz Sieg dürfen sich die Spieler darauf nichts einbilden. Gegen einen stärkeren Gegner reicht diese Leistung nicht. Vielleicht kam der Schuss vor den Bug gerade rechtzeitig, um die Konzentration für die letzten Runden hochzuhalten.

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