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HANDBALL: Saison mit umgekehrten Vorzeichen

Die Herren des KTV Wil haben bereits ein Meisterschaftsspiel erfolgreich absolviert, die Damen starten am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen den HC Uzwil in die neue Saison.
Urs Nobel
Die Damen- und Herrenteams werden im KTV Wil gleichwertig behandelt. (Bilder: PD)

Die Damen- und Herrenteams werden im KTV Wil gleichwertig behandelt. (Bilder: PD)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Die Spielgemeinschaft zwischen den beiden Herrenteams HC Flawil und KTV Wil gibt es nicht mehr. Die beiden Mannschaften gehen wieder getrennte Wege, obwohl sie sich gegenseitig nichts vorwerfen können oder wollen. Vielmehr trennte man sich auf Wunsch der Wiler Spieler, die wieder Wiler sein wollten, hier trainieren und auch ihre Meisterschaftsspiele in der Heimhalle austragen wollten.

Flawil hat die besseren Perspektiven

Dem HC Flawil haben die Wiler die Berechtigung überlassen, weiterhin in der 2. Liga spielen zu können. Der KTV Wil spielt in der 3. Liga. Dies nicht etwa darum, weil die Äbtestädter ein schlechtes Gewissen gehabt hätten. «Für ein 2.-Liga-Team fehlt uns schlicht die dafür notwendige ­Kadergrösse», erklärte Roman Rutz, der Präsident der Wiler Handballer. Für dieses Vorgehen sprach auch die Situation, dass der HC Flawil auf weit mehr eigene junge Spieler zurückgreifen kann und somit Perspektiven vorfindet. «Wir haben unser Kader aus bestehenden Spielern zusammengesetzt und eine ‹Wieder-­Integration› von Akteuren vor­genommen, die entweder ins zweite Glied zurückgetreten sind oder sogar aufgehört haben.» Zudem sind drei Elite-Spieler von Fortitudo Gossau zu den Wilern gestossen, die mit einer Doppellizenz versehen sind. «Priorität hat bei diesen Nachwuchsspielern aber klar die Junioren-Elite-Meisterschaft. Wir werden sehen, wie oft sie uns zur Verfügung stehen können», warnt Rutz vor zu hohen Erwartungen. Der Saisonstart ist aber schon einmal geglückt. Im ersten Saisonspiel setzte es einen klaren 33:26-Erfolg gegen Fortitudo Gossau 3 ab.

Anders sieht die sportliche Ausgangslage beim Damenteam aus, das auf die neue Saison von der 3. in die 2. Liga aufgestiegen ist. Da ist die Zielsetzung mit dem Ligaerhalt gegeben. «Mittelfristig möchten wir jedoch in die 1. Liga aufsteigen», sagt Rutz. «Aber wir geben der jungen Truppe Zeit.» Die Damenfraktion, die im Verein den Herren gleichgestellt ist, hat Perspektiven. Das Kader verfügt über ­genügend Spielerinnen, nicht ­zuletzt auch deshalb, weil fünf U18-Spielerinnen neu zum Team gestossen sind. Dem Kathi-Handball sei Dank. Am Samstag kommt es auswärts zum ersten Meisterschaftsspiel der Saison, und dabei stossen die beiden Aufsteigerinnen aufeinander.

Externe Lösungen im Trainerbereich

Die Herren haben in Vaclav Lanca einen neuen Trainer. Eigentlich wollte der KTV Wil den Tschechen schon auf vergangene Saison verpflichten. Dies kam ­allerdings nicht zustande, weil die Flawiler bereits über einen eigenen Teamverantwortlichen verfügten. Der ehemalige Profi und Trainer des Erstligisten HC Kreuzlingen überbrückte deshalb die Saison als Trainer der Wiler U17 und steht unterdessen dem Fanionteam zur Verfügung.

Josipa Bundovic heisst die Trainerin der Damen. Nachdem sich der KTV Wil wegen einer schwachen Startphase in der Saison zu einem Trainerwechsel entschlossen hatte, erwies sich die Verpflichtung von Bundovic als Glückstreffer. Die ehemalige international erfahrene Spielerin schaffte es innert Kürze, ihr neues Team zu einem Erfolgsteam zu formen und letztlich zum Aufstieg zu führen.

Dass der Verein wegen dieser beiden Verpflichtungen tiefer ins Portemonnaie greifen muss, verneint der Präsident. «Unsere Trainerkosten bewegen sich etwa auf dem Niveau vom vergangenen Jahr. Die beiden Trainer übernehmen aber Zusatzaufgaben im Nachwuchs, und so gleicht sich das Budget wieder aus.» Der KTV Wil verfügt über fünf Nachwuchs-Teams, welche die Meisterschaft bestreiten. Zwei Männer und drei Damen. Hinzu kommen je ein U11- und U13-Team, das keine Meisterschaften, aber gelegentlich Tagesturniere bestreitet. Bei den U14-, U16- und U18-Mannschaften strebt der Verein vorderhand die Interklasse an. Dies scheint realistisch. «Dann wollen wir aber noch in der selben Saison in die Interklasse», gibt sich Rutz kämpferisch mit seinen Vorgaben.

Dann würden die Harz-Diskussionen in den Wiler Hallen neuen Nährstoff kriegen. Ab Interklasse besteht nämlich seitens des Verbands eine Harzpflicht. «Dann müsste die Stadt Farbe zum Handballsport in Wil bekennen», prognostiziert Rutz.

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