HANDBALL: Penalty in Schlusssekunde

Das Damenteam des HSC Kreuzlingen verlor erstmals gegen den BSV Stans. Die Innerschweizerinnen sicherten sich den Sieg mit einem Strafstoss in letzter Sekunde.

Markus Rutishauser
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Im Verlauf der Partie wurde zeitweise gar nicht zimperlich zugepackt. (Bild: Mario Gaccioli)

Im Verlauf der Partie wurde zeitweise gar nicht zimperlich zugepackt. (Bild: Mario Gaccioli)

Markus Rutishauser

sport@thurgauerzeitung.ch

Mit einem von Topskorerin Barbara Schiffmann in letzter Sekunde verwerteten Penalty sicherte sich der BSV Stans in der SPL1 einen glücklichen 25:24-Auswärtssieg beim HSC Kreuzlingen.

Im dritten Saisonduell der beiden Mannschaften gewannen erstmals die Gäste. Mit diesem Erfolg überholte Stans den HSCK und liegt nun einen Zähler voraus. Allerdings haben die Thurgauerinnen eine Partie weniger ausgetragen. In den verbleibenden drei Partien der Hauptrunde trifft der Aufsteiger vom Bodensee noch auf Yellow Winterthur (21.3./auswärts), die Spono Eagles (26.3./auswärts) und DHB Rotweiss Thun (1.4./zu Hause). Danach folgt die Abstiegsrunde mit sechs Partien. Die Teilnehmer stehen bereits fest: Yellow Winterthur, BSV Stans, HSC Kreuzlingen und ATV/KV Basel. Der Letztplatzierte steigt ab, der Zweitletzte muss die Barrage (Hin- und Rückspiel) gegen das zweitbeste Team der SPL2 bestreiten.

Lange ausgeglichen und auf Augenhöhe

Kreuzlingen und Stans liegen nicht nur in der Tabelle sehr nahe beisammen, sondern auch leistungsmässig. Wie bereits die ersten beiden Duelle verlief auch das dritte Aufeinandertreffen ausgeglichen. Bis zum 8:9 in der 19. Minute konnte sich kein Team mit mehr als zwei Treffern absetzen. Mehrheitlich lag Stans vorne. Es waren dann auch die Innerschweizerinnen, welche erstmals drei Treffer vorlegten. Dies primär deshalb, weil das Team von Trainer Gabor Fülöp offensiv zu wenig Druck erzeugte. Dazu kam, dass die Gäste in der Person von Daniela Kaiser auch über die bessere Torfrau verfügten. Mit der Einwechslung von Irena Singer-Duhanaj und Topskorerin Martina Strmsek nach rund 20 Minuten kam der HSCK zwar besser ins Spiel. Bei Halbzeit hatte Stans aber mit dem 13:11 die Nase weiter vorne.

Mit dem sechsten verwandelten Penalty von Strmsek, die erstaunlich wenig Einsatzzeit erhielt, schafften die Thurgauerinnen in der 39. Minute erstmals wieder den Gleichstand (16:16). Einerseits agierten sie nun offensiv etwas druckvoller und andererseits gab die eingewechselte Torfrau Adriane Hajduk der Abwehr mit mehreren gelungenen Paraden den nötigen Rückhalt. Bis zum 21:21 (52. Minute) marschierten die Teams im Gleichschritt Richtung Schlusspfiff. Dann aber unterliefen dem HSCK im Angriff wieder (zu) viele Eigenfehler, was die gegnerische Topskorerin Barbara Schiffmann mit zwei verwerteten Penalties zum 21:23 nützte. Strmsek mit ihrem achten Siebenmetertor und Jacqueline Toifl – 51 Sekunden vor der Sirene – schafften aber nochmals den Ausgleich.

Dieser Kraftakt blieb am Ende jedoch unbelohnt, weil Stans in der allerletzten Sekunde einen Penalty zugesprochen erhielt, den Schiffmann sicher zum 24:25 verwertete. Ein insgesamt glücklicher Sieg der Stanserinnen und eine bittere Niederlage für Kreuzlingen.