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HANDBALL: Mit lediglich sieben Feldspielerinnen

Mit dem Messer am Hals war es im Vierpunktespiel gegen den HC Romanshorn endlich so weit. Die 2.-Liga-Spielerinnen des KTV Wil siegten mit 25:18 wieder einmal.

Nach der intensiven und guten Trainingsphase der letzten Wochen war es eine Frage der Zeit, bis die Spielerinnen ihre gute Form in die Ernstkämpfe portieren würden. Der Sieg ist umso bemerkenswerter, als er von einem hochmotivierten, intelligent aufspielenden Schrumpfteam zu Stande gebracht wurde. Doch die direkt Betroffenen konnte das klare Schlussverdikt nicht überraschen, denn schon die ganze Woche über hatte sich ein Schleier von Selbstvertrauen und Winner-Mentalität über das Team gelegt. Egal, wie viele Spielerinnen schliesslich in der Halle standen, diese sieben Feldspielerinnen und zwei Torfrauen waren gewillt, das Happy-End der Geschichte zu schreiben.

Auch wenn ihnen die Anfangsphase der Begegnung nicht nach Wunsch gelang, so liessen sie sich während keiner Minute der Begegnung aus der Ruhe bringen. Sie behielten meist kühlen Kopf und erinnerten sich immer wieder daran, dass sie heute nur das tun sollten, was sie so gerne tun: als harmonische Einheit mit Freude Handball zu spielen.

Romanshorn lag meist in Front und versuchte vehement, zwischen sich und dem Gegner möglichst eine grosse Tordifferenz zu legen. Wil hatte jedoch etwas dagegen und liess sich trotz nicht optimaler Chancenauswertung nie distanzieren und durfte ob des Pausenresultats von 8:8 immer noch von intakten Siegeschancen sprechen.

Als wäre es ein Kinderspiel

Dem Ball Sorge tragen, sichere Pässe spielen, Richtung Tor ziehen und in der Defensive als einheitliches Bollwerk dem Gegner den Wind aus den Segeln nehmen. Als wäre es ein Kinderspiel, setzten die neun Unbeugsamen alle Vorgaben um und bescherten ihrem Trainer einen genussvollen zweiten Abschnitt.

Schon früh wurde der Sieg in trockene Tücher gewickelt und das laute Poltern in der 54. Minute stellte sich als der grosse Stein heraus, der dem Trainer vom Herzen fiel. Nicht weil ab diesem Zeitpunkt der Sieg Wiler Farben trug, sondern weil seine Spielerinnen genau an diesem Tag, in dieser Halle, die Trainingsleistungen umsetzten und in diesem wichtigen Spiel so klar und deutlich, mit einer bemerkenswerten Kaltschnäuzigkeit, den Sieg holten, den sie sich so lange schon verdient hatten.

Das Abstiegsgespenst kreist zwar weiter über der Mannschaft und jeder Punkt ist Gold wert. Zu den beiden Punkten im Rucksack jeder Spielerin gesellt sich nun aber auch noch die Gewissheit, dass man sich auf die Mitspielerinnen verlassen kann, dass man sich versteht und dass sogar Juniorinnen einfach so kommen, selbstbewusst auftreten und glänzend mitspielen, als täten sie dies schon seit Jahren. Die Mannschaft und ihr einmaliger Teamgeist machen vieles möglich. Man kann den Trainer verstehen, der mit keiner andern Mannschaft tauschen möchte.

Und zur Erinnerung: Nach den beiden letzten Niederlagen war zu lesen: «Wichtiger war die Tatsache, dass die sich immer mehr findende Mannschaft einen weiteren, grossen Schritt nach vorne gemacht hat. Am Samstag ist der Tag erstmals gekommen. Und es wird nicht der Letzte gewesen sein.»

Hansruedi Rohner, Trainer

sport@wilerzeitung.ch

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