HANDBALL: Kreuzlingen gelingt Exploit

Nur zwei Tage nach der 18:35-Klatsche in Zug rehabilitierten sich die Frauen des HSC Kreuzlingen mit einem 23:22-Heimerfolg über den NLA-Tabellenvierten Thun.

Markus Rutishauser
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Markus Rutishauser

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Damit hatte im Vorfeld niemand gerechnet. Weder die zuletzt zweimal chancenlosen Kreuzlingerinnen noch die im ersten Vergleich mit dem Liganeuling hochüberlegenen Thunerinnen. Das erste Direktduell entschied Rotweiss in eigener Halle gleich mit 34:15 zu seinen Gunsten. Und die vielleicht beste Kontermannschaft überhaupt drückte auch in der Egelseehalle sofort aufs Gaspedal. Nach 200 Sekunden lag Thun bereits mit 4:0 vorne. Doch innerhalb von nur sechs Minuten glichen die Kreuzlingerinnen das Skore zum 5:5 aus. Und ab diesem Moment wuchs beim Team von Trainer Gabor Fülöp der Glaube, an diesem Abend eine Überraschung schaffen zu können. Zur Pause stand es 13:14.

Wer nun erwartete, dass Thun entschlossen aus der Kabine kommt und das Spieldiktat wieder an sich reisst, rieb sich erstaunt die Augen. Es war der Liganeuling, welcher die Startphase der zweiten Halbzeit prägte und 18:15 in Führung ging. In der Schlussphase und mit einem 21:17-Vorsprung im Rücken gerieten die Kreuzlingerinnen nochmals in Bedrängnis. So kam Thun nochmals gefährlich auf und verkürzte 20 Sekunden vor der Sirene mittels Penalty auf 23:22.

Den verdienten Sieg brachten die Kreuzlingerinnen schlussendlich aber doch über die Distanz.