HANDBALL: Kein Sieg, aber weiterhin ungeschlagen

Die Handballer des KTV Wil bestritten ihr erstes Meisterschaftsheimspiel und kamen in diesem nicht über ein 22:22-Unentschieden gegen die SG Uster/Volketswil hinaus.

Philipp Leppla
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Endlich war es wieder so weit. Es stand das erste Heimspiel der ­Saison in Wil in der heimischen Lindenhofhalle an. Nach einem Jahr «Pause» (letzte Saison noch Spielgemeinschaft mit dem HC Flawil) galt es, sich dem treuen Heimpublikum wieder als KTV Wil in bester Verfassung und Spielfreude zu präsentieren. Nach zwei sehr souveränen Auftaktsiegen auswärts in Gossau und Stammheim waren die Ambitionen riesig, den ersten Heimerfolg unter Dach und Fach zu bringen.

Die neue und aktuelle Mannschaft arbeitet Training für Training sehr seriös und hat mit Trainer Vaclav Lanca einen sehr erfahrenen Trainer an Bord, der die Mischung aus Spass am Hand­ball und Erfolg effizient und leistungsorientiert kombiniert.

Schnell mit sechs Toren im Vorsprung

Ausser auf Spielmacher Raphael Haag konnte Lanca auf sein komplettes Kader inklusive der ta­lentierten Juniorenspieler Jan Bischofberger, Kyle Huber und Damian Halter zurückgreifen. Mit einem fulminanten Start in einer gut gefüllten Lindenhofhalle, wurde mit schnellem Tempohandball deutlich , welch grosses Potenzial in dieser Wiler Mannschaft steckt. Hinten wurde konsequent verteidigt, und sehenswerte Gegenstosspässe von Goalie Kevin Muff wurden vom ganz stark aufgelegten Steven Rudari eiskalt verwandelt. Beim Stand von 8:2 für die Heimmannschaft nach nicht einmal 15 Minuten konnten die Wiler bereits von einem weiteren deutlichen Erfolg ausgehen. Die positiven Spekulationen sollten sich jedoch nicht erfüllen.

Nur noch eine Dreitore­führung zur Pause

Es schlichen sich zusehends Fehler ins Wiler Spiel ein. In der Abwehr wurde nicht mehr richtig zugepackt, und vorne wurden glasklare Chancen nicht verwertet. Zudem steigerte sich der gegnerische Goalie massiv. Die SG Uster/Volketswil kam in der Folge zu vielen leichten Anschlusstoren, oft auch über ihren Kreisspieler. Trotzdem vermochte der KTV Wil einen Dreitorevorsprung in die Pause zu retten.

Die Devise für die zweite Halbzeit war klar. Die ganze Mannschaft musste wieder aggressiver und kompakter in der Abwehr stehen und im Angriff mit mehr Geduld und Präzision den Abschluss suchen. Mit der realen Hoffnung, den Match nach Hause zu schaukeln, begab sie sich wieder auf das Parkett.

Ab der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein hart umkämpfter Match mit einem offenen Schlagabtausch. Die Führung wechselte nun hin und her. Wegen Goalie Halter konnten sich die Zürcher aber nie mehr als mit zwei Toren absetzen. Das Heimteam brillierte weiter im Auslassen von besten Chancen. Sogar ein Zweitorevorsprung zwei Minuten vor Matchende reichte nicht aus, den greifbar nahen Sieg ins Trockene zu bringen. Die disziplinierten und sehr routinierten Spieler der SG Uster/Volketswil liessen sich nie abschütteln und schossen mit einem sehr sehenswerten Tor 30 Sekunden vor Schluss den verdienten Ausgleich. 22:22 lautete das Resultat nach einem hart umkämpften und spannenden Spiel. Dies widerspiegelte das Stärkeverhältnis der beiden Teams.

Philipp Leppla

sport@wilerzeitung.ch