Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HANDBALL: Fluch und Segen

Die Nachwuchsabteilung des Handballclubs Uzwil platzt aus allen Nähten. Über 20 Trainer sorgen dafür, dass die Jugendlichen auf allen Stufen auf ihre Kosten kommen.
Urs Nobel
Die Mehrheit der Nachwuchsspielerinnen und -spieler lassen sich ablichten. Nicht auf diesem Vereinsbild des HC Uzwil sind die Teams der höheren Nachwuchsstufen. (Bild: PD)

Die Mehrheit der Nachwuchsspielerinnen und -spieler lassen sich ablichten. Nicht auf diesem Vereinsbild des HC Uzwil sind die Teams der höheren Nachwuchsstufen. (Bild: PD)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Vor rund zehn Jahren verfügte der Handballclub Uzwil über drei Nachwuchsteams. Der Bereich Kinder-Handball existierte damals noch kaum. Seither hat sich die Nachwuchs-Abteilung verdoppelt, ja sogar fast verdreifacht. Im Bereich Animation (U9 bis U13) rennen zurzeit über 80 Kinder dem Ball hinterher. Im Juniorenalter ab Stufe U14 bis U18 verfügt der HC Uzwil über rund 80 junge Männer und Damen. Diese trainieren für die Meisterschaft je in einer U14-Mannschaft sowie in zwei U16-Equipen und einem U18-Team. Zudem besteht mit dem KTV Wil auf Stufe U15 noch eine Spielgemeinschaft.

So erfreulich die ganze Situation ist, sie schafft auch Probleme. Dies bestätigt Marc Erni, Juniorenobmann seit sieben Jahren und früher schon in verschiedensten Chargen im Verein tätig: «Es ist so etwa wie Fluch und Segen. Unser grösstes Problem ist das Hallenproblem. Wir sind laufend gefordert, Trainingsmöglichkeiten zu finden, damit alle Jugendlichen mindestens ein Training in der Woche besuchen können.» So weicht der HC Uzwil beispielsweise nach Zuckenriet oder Neuchlen-Anschwilen aus und arbeitet eng mit Fortitudo Gossau und mit dem KTV Wil zusammen, die in einzelnen Altersstufen noch Kapazität für zusätzliche Spieler oder Spielerinnen haben.

«Mit Ausnahme der U15-Junioren, welche zweimal in Wil trainieren, können aber alle unsere jungen Mitglieder mindestens einmal in Uzwil trainieren», sagt Erni und unterstreicht, dass dies wichtig für die Jugendlichen, aber auch für den Verein sei. Die Verantwortlichen achten darauf, dass nicht zu viele Kinder auf einmal in der Halle stehen. «Dies hätte in der Langzeitwirkung einen Qualitätsverlust zur Folge. Damit würden wir niemandem einen Gefallen machen.»

Mit mehr als 20 Trainerinnen und Trainern

Um rund 160 junge Handballerinnen und Handballer zu trainieren, ist auch ein grosser Stamm an Trainerinnen und Trainern notwendig. Zurzeit sind dies mehr als 20 Personen. «Wir verfügen über gute, motivierte Trainer, die für die Betreuung ihrer Schützlinge sorgen.» Um diese Aussage zu bestätigen, ist Erni keineswegs verlegen. «Wenn Teams Anfang Saison aus 10 bis 15 Kindern bestehen und am Schluss gegen zehn weitere dabei sind, spricht das ganz klar für unsere Trainer und den HCU, bei dem sich der Nachwuchs wohlfühlt.» Für Marc Erni steht es ausser Diskussion, dass die eigenen Trainer und Trainerinnen über eine gute Ausbildung verfügen. «Die J+S-Grundausbildung jedes einzelnen unserer Trainer ist ein absolutes Muss.» Die Rekrutierung einer solch grossen Anzahl Trainer wird schon um Weihnachten im Jahr vor der nächsten Saison begonnen. «Natürlich braucht es manchmal etwas Überredungskunst von unserer Seite», sagt Erni. «Aber es gibt sie immer noch die Idealisten, die früher genommen und heute etwas zurückgeben möchten.»

Dass der HC Uzwil einen Boom im Nachwuchs verzeichnen kann, ist vor allem dem jährlich durchgeführten Schülerturnier zu verdanken. Was einmal mit 16 Teams begonnen hatte, ist heute ein «Monsterturnier» mit 48 Mannschaften. «Danach finden immer wieder neue Jugendliche den Weg zum Handball und in unseren Verein», schwärmt Erni von einer echten Erfolgs-Veranstaltung.

Ob sich dies über kurz oder lang auch wieder einmal in einem Aufstieg der Männer, die in der 4. Liga spielen, auswirkt? «Zurzeit haben wir zwar einen grösseren Zulauf an Knaben. Aber an einen Aufstieg bei den Männern denken wir nicht. Dafür bei den Frauen. Jetzt ist die Breite vorhanden und damit auch der Zeitpunkt, das Ziel 1. Liga in Angriff zu nehmen.» Für diese Saison scheint das zwar noch nicht realistisch. Immerhin befindet sich das Fanionteam der Damen aber in der Aufstiegsrunde.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.