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HANDBALL: Der Aufstieg ist kein Muss

Die 2.-Liga-Handballerinen der SG Uzwil/Gossau klopfen an der 1. Liga an. Am Samstag spielen sie gegen Brühl Future. Die St. Gallerinnen sind in der Favoritenrolle; Uzwil/Gossau darf, aber muss nicht aufsteigen.
Urs Nobel

Sarah Weber, die rechte Aufbaue­rin sowie Trainer Mile Barasin kommen auf die Frage nach dem Charakter des Teams ins Stottern. Es braucht den Präsidenten, Pasquale Caruso, um sie zu beantworten: «Es isch en guete Hüenerhufe.» Dann mag auch Sarah Weber etwas sagen: «Wir haben untereinander einen guten Zusammenhalt und raufen uns –wenn nötig – immer wieder zusammen.» Das sei auch das Erfolgsrezept des Teams, welches Anfang der Saison noch keineswegs von Aufstiegsspielen habe träumen dürfen, ergänzt Mile Barasin, der bosnische Trainer, der im Herbst die Truppe übernommen hat.

Der Trainer hat seine Erfahrungen im Nachwuchsbereich in Deutschland und in der Schweiz gesammelt, ehe er ein Aktivteam übernommen hat. Weil er als Schichtführer arbeitete, hatte Barasin vermehrt Probleme, Trainings zu leiten und selber noch zu spielen. Als der Kontakt mit dem Uzwiler Präsidenten ­zu- stande kam, brauchte er nicht lange zu überlegen, um das Damenteam zu übernehmen. «Und ich habe es noch nie bereut. Das Team hat mir von Beginn weg gefallen. Ich sah Potenzial mit Luft nach oben. Vor allem konnte ich im individuellen Bereich relativ schnell Verbesserungen erzielen», sagt Barasin.

Der Trainer baute auf die gute vorhandene Basis, brachte aber frischen Wind und eine neue Dynamik in die Truppe. «Wir haben etwas anders trainiert als früher. Mir war und ist immer noch Kraft neben Technik ebenso wichtig. Gutes Stehvermögen verhilft schliesslich zu guten Resultaten. Die Spielerin Sarah Weber pflichtet ihrem Trainer bei und sagt aus, dass die Saison trotz des aktuellen Erfolgs wie eine Achterbahn verlaufen sei. «Obwohl vom Team des Vorjahrs fast alle geblieben sind, waren einige Situationen neu für uns. Wir ­hatten in dieser Saison zu viele Verletzte. Zudem kam es wegen Schwangerschaft zusätzlich zu personellen Engpässen. Unsere Kadergrösse ist ein Problem, das Mile aber gut gemeistert hat.»

Pasquale Caruso ist der Überzeugung, dass das Kader auf nächste Saison hin unbedingt vergrössert werden muss. Egal, ob für die 1. Liga oder die 2. Liga. «Ich denke vor allem an wurfstarke Spielerinnen und Linkshänderinnen.» Der Präsident hat im Verein vor einigen Jahren die Konzentration auf den Frauenhandball innerhalb des Vereins gelegt. Und es bisher noch nie ­bereut. «Wir haben unterdessen sechs weibliche Teams und somit einen guten Unterbau.» Nur schon deshalb sei es wichtig, ­irgendwann einmal in der 1. Liga zu spielen. «Aber es muss noch nicht partout in diesem Jahr sein. Die Mannschaft darf aufsteigen, muss aber nicht.» Kostenmässig könnte es der Verein verkraften, die 1. Liga koste nur unwesentlich mehr als die 2. Liga.

Die Mannschaft ist hochmotiviert vor den Aufstiegsspielen. Dazu gehört auch, gegen einen starken Gegner spielen zu dürfen. «Gegen starke Gegner sind wir immer besonders motiviert», sagt Sarah Weber. Egal wie das Resultat herauskomme, könne die SG Uzwil/Gossau in jedem Fall Erfahrungen sammeln, ­welche das Team wieder einen Schritt weiterbringen.

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Hinweis

Die Partie zwischen der SG Uzwil/Gossau und dem LC Brühl Future findet am Samstag in der Goss-auer Buchenwaldhalle statt.

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