Hammer fällt für indische Kinder

Offene Herzen und leere Mägen äufneten am Sonntag die Spendenkasse des Hilfswerks Together – Hilfe für Indien. Am zweijährlichen Laurentiusfest von katholisch Flawil wurde nebst Gemeinschaft auch Hilfsbereitschaft gelebt.

Andrea Häusler
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Stolzer Grossvater: Genauso am Herzen wie das Projekt Together – Hilfe für Indien liegt Guido Lichtensteiger sein Enkeltöchterchen Kim. (Bilder: Andrea Häusler)

Stolzer Grossvater: Genauso am Herzen wie das Projekt Together – Hilfe für Indien liegt Guido Lichtensteiger sein Enkeltöchterchen Kim. (Bilder: Andrea Häusler)

FLAWIL. Der Spendentopf ist übervoll geworden. Wenn Guido Lichtensteiger im Herbst für das von ihm gegründete Hilfswerk nach Indien reist, wird er mindestens 2400 Franken im symbolischen Geldbeutel tragen. Die Chancen sind aber gut, dass der Batzen noch grösser wird. «Der Erlös der Festwirtschaft kommt ebenfalls «Together» zugute», sagt Pastoralassistent Hans Brändle. Wie hoch der Gewinn sein wird, stehe dann fest, wenn die Abrechnung vorliege.

Kinder hüten für Bedürftige

Das finanzielle Ergebnis ist nicht das Resultat einer üblichen Sammelaktion, sondern der Lohn für Dienstleistungen, die vor allem Jugendliche zu erbringen bereit sind. Ganz nach dem Vorbild des Kirchenpatrons St. Laurentius, der sich in den Dienst der Armen und Kranken gestellt hatte. Entsprechend wurde an der Auktion nach dem Gottesdienst kaum Gegenständliches versteigert. Stattdessen Hilfeleistungen wie «Nachhilfestunden», «Gassigehen mit dem Hund», «Kinderhüten», «Kuchen backen» oder «Auto waschen». Der Männerchor Eintracht war mit einem «Gesangsauftritt bei Privat» beteiligt, Blauring und Pfadi beteiligten sich mit Picknick-Körben.

Abflug im September

Hans Brändle ist mit der Premiere zufrieden. Nicht nur des Erlöses wegen, sondern weil das Gesamtkonzept des Pfarreifests aufgegangen sei: Gottesdienst, Versteigerung und Festbetrieb in einen thematischen Zusammenhang zu stellen. «Es ging ja nicht nur darum, Geld für das Hilfsprojekt zu generieren», erklärt er. Sondern aufzuzeigen, dass auch heute Menschen im Geiste von Laurentius unterwegs sind; bereit, sich in den Dienst der Mitmenschen zu stellen und sich für deren Wohlergehen einzusetzen. Guido Lichtensteiger ist glücklich über die breite Unterstützung, die er und sein Hilfsprojekt in Flawil geniessen. Im September wird er erneut nach Indien reisen, den Fortschritt der laufenden Projekte kontrollieren, Bestehendes begutachten und Neues aufgleisen. Wofür der Erlös aus Auktion und Festwirtschaftsbetrieb eingesetzt wird, weiss er noch nicht. «Das Geld kommt zunächst auf die Bank, dann wird entschieden, in welche Projekte investiert wird», sagt Lichtensteiger.

www.together-indien.ch

Aaron Ehrat und Hans Brändle amten im Hintergrund als Gantrufer. Das Interesse an der erstmals durchgeführten Auktion war erfreulich gross.

Aaron Ehrat und Hans Brändle amten im Hintergrund als Gantrufer. Das Interesse an der erstmals durchgeführten Auktion war erfreulich gross.