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Hallenbad als Auftragsreserve für Schreinerei

Der vom Gemeinderat Degersheim erlassene Teilzonenplan Hallenbad, der eine Umzonung der Grundstücke in die Wohnzone W3 vorsieht, ist in der Zwischenzeit auch vom kantonalen Baudepartement genehmigt worden. Trotzdem kann der neue Eigentümer noch nicht verbindlich planen.
Zita Meienhofer
Die Umzonung der Grundstücke, auf dem das Hallenbad Degersheim steht, von der Kurzone in die Wohnzone W3 ist rechtskräftig. (Bild: Andrea Häusler)

Die Umzonung der Grundstücke, auf dem das Hallenbad Degersheim steht, von der Kurzone in die Wohnzone W3 ist rechtskräftig. (Bild: Andrea Häusler)

DEGERSHEIM. Mitte Juni dieses Jahres stand definitiv fest, dass das Degersheimer Hallenbad nicht mehr eröffnet und zum Kauf ausgeschrieben wird. Der Gemeinderat erliess Ende Juni einen Teilzonenplan, der die Umzonung der beiden Grundstücke Nr. 664 und 1511 in der Grösse von 1513 Quadratmetern von der Kurzone zur Wohnzone W3 vorsah. Während der Auflagefrist gingen keine Einsprachen ein und das Referendum wurde nicht ergriffen. Kürzlich stimmte auch das kantonale Baudepartement dem Vorhaben zu. Diese Umzonung ist nun rechtskräftig.

Ausbildungschance für Junge

In der Zwischenzeit wurde auch eine Käuferin für die Liegenschaft des ehemaligen Hallenbads gefunden. Es ist die Schreinerei Hölzli, die an der Taastrasse 17 in Degersheim domiziliert ist, am Standort, an der vormals die Antik-Schreinerei Markus Inauen AG, beheimatet war. Vor sechseinhalb Jahren erwarb die Institution Hölzli, Hundwil, die Liegenschaft der Markus Inauen AG. Die Institution Hölzli ist eine begleitete Wohngemeinschaft, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich in einer anspruchsvollen Lebenssituationen befinden, eine individuelle Betreuung und die Chance zu einer Ausbildung bietet. Die Schreinerei Hölzli in Degersheim sowie die Gartenbau Hölzli GmbH in Egg-Flawil lösten sich vor einigen Monaten aus der Institution, wurden eigenständig. Eine Zusammenarbeit zwischen der Institution und den beiden Unternehmen besteht allerdings weiterhin, vor allem im Ausbildungsbereich. Die Schreinerei Hölzli wird von Lukas Reiser geleitet. Er und sein Team bilden Lehrlinge aus, die mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis, aber auch mit einem Berufsattest abschliessen.

Gute Wohnlage

Interesse am Hallenbad-Grundstück habe er allerdings nicht bekundet, weil da Wohnraum für Jugendliche entstehen soll, so Reiser. Es sei eine gute Wohnlage und das Projekt eine Auftragsreserve für seine Schreinerei, erklärt er den Grund für den 500 000-Franken-Kauf. Gemäss seinen Plänen werden Wohnungen entstehen, die voraussichtlich vermietet werden. «Ein konkretes Projekt ist noch nicht vorhanden, aber Ideen sind im Kopf», sagt Lukas Reiser. Vorerst müssten jedoch noch einige bautechnische und rechtliche Punkte zwischen Verkäuferin und Käufer geklärt werden. «Sind diese geregelt, wird der Kauf rechtskräftig und wir werden die Planungsphase in Angriff nehmen.» Der Kaufvertrag wurde Mitte September öffentlich beurkundet. Es ist vorgesehen, dass die Eigentumsübertragung und der Besitzesantritt im ersten Semester des Jahres 2016 vorgenommen werden können.

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