Häuser sollen weniger hoch hinaus

Gegen die geplante Umzonung des Industriegebiets Rüteliweg in eine dreigeschossige Wohnzone hagelte es Einsprachen. Nun ist der Gemeinderat den Einsprechern ein Stück weit entgegengekommen.

Ursula Ammann
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Das Gebiet Rüteliweg unterhalb der Syma-System AG war ursprünglich als Betriebserweiterungsfläche vorgesehen. Die Firma benötigt die Flächen zukünftig nicht mehr, weshalb das Gebiet der Wohnnutzung zugewiesen werden soll. (Bild: Ursula Ammann)

Das Gebiet Rüteliweg unterhalb der Syma-System AG war ursprünglich als Betriebserweiterungsfläche vorgesehen. Die Firma benötigt die Flächen zukünftig nicht mehr, weshalb das Gebiet der Wohnnutzung zugewiesen werden soll. (Bild: Ursula Ammann)

KIRCHBERG. Zugedeckt von einer dicken Decke aus Schnee, liegt sie im Winterschlaf – die Wiese unterhalb der Syma-System AG. Die Ruhe täuscht, zumal sich in den vergangenen Monaten einiges um das unüberbaute Industrieland drehte, sprich um dessen Umzonung. Das Gebiet war ursprünglich als Betriebserweiterungsfläche der Syma-System AG vorgesehen. Diese benötigt die Flächen zukünftig nicht mehr, weshalb das Gebiet Rüteliweg der Wohnnutzung zugewiesen werden soll.

23 von insgesamt 39 Einsprachen

Im Zuge der Gesamtrevision der Ortsplanung hat der Gemeinderat deshalb entschieden, das Gebiet in eine dreigeschossige Wohnzone umzuzonen. Gegen diese Änderung sind 23 Einsprachen eingegangen, was im Verhältnis zu den 39 Einsprachen, die es auf die revidierte Ortsplanung insgesamt gab, einen deutlichen Schwerpunkt ausmacht. Die Einsprecher argumentierten unter anderem, eine Überbauung des Gebiets widerspreche dem Leitbild der Gemeinde, wonach eine bauliche Entwicklung innerhalb der bestehenden Zonierung gegenüber der Siedlungsentwicklung mittels Neueinzonungen zu bevorzugen ist. Weiter äusserten sie Bedenken über ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Sie beantragten die Umzonung in eine Landwirtschaftszone.

Zum Siedlungsrand hin abstufen

Nach diversen Gesprächen und Abklärungen hat der Gemeinderat nun entschieden, das Gebiet Rüteliweg nur zu rund einem Drittel in eine dreigeschossige Wohnzone umzuzonen. Dies entlang der Panoramastrasse – also am Übergang zum bestehenden Quartier. Die restlichen zwei Drittel sollen der zweigeschossigen Wohnzone zugeteilt werden. Ziel ist es, mittels Sondernutzungsplan eine angemessene Verdichtung anzustreben. Dabei soll zum Siedlungsrand hin die Bebauung in der Dichte und Höhe abgestuft werden. Wegen eines noch ausstehenden Gesprächs mit der Gemeinde wollten die Einsprecher auf Anfrage der Wiler Zeitung noch keine Stellung zu den Änderungen nehmen.

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