Gute Noten für Alkohol-Testkäufe in Zuzwil - aber die Hinweisschilder sind zu wenig gut sichtbar

Im Sommer wurden bei 18 Verkaufsstellen Alkohol- und Tabakwarentestkäufe durchgeführt. Erfreulicherweise hat keiner der getesteten Betriebe gegen die Richtlinien des Jugendschutzes verstossen.

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Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren dürfen keinen Alkohol konsumieren oder Tabakwaren kaufen. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren dürfen keinen Alkohol konsumieren oder Tabakwaren kaufen. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

In Zusammenarbeit mit dem «Blauen Kreuz St.Gallen-Appenzell» wurde in Zuzwil die Kontrolle der Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen durchgeführt. Mit diesen Testkaufergebnissen können breite Bevölkerungsgruppen für das Thema Jugendschutz sensibilisiert werden, teilt die Gemeinde Zuzwil mit.

Heutzutage können Jugendliche oder Kinder schon älter aussehen als sie wirklich sind. Aus diesem Grund ist es noch wichtiger, dass die Ausweise regelmässig und pflichtbewusst kontrolliert werden. Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren dürfen keinen Alkohol konsumieren oder Tabakwaren kaufen. Zudem ist es auch nicht erlaubt, im Auftrag der Eltern alkoholische Getränke zu bestellen. Der Verkauf von Spirituosen, Aperitifs und Alcopos an unter 18-Jährige ist ebenfalls verboten.

Verstösse sind rückläufig

Eine regelmässige Kontrolle führt zu besseren Resultaten. Dies zeigt sich auch in Zuzwil. 2017 hielten drei Betriebe die Bestimmungen für den Jugendschutz nicht ein. Im Vorjahr wurden elf Betriebsstellen kontrolliert, wobei lediglich bei einer ein Verstoss festgestellt wurde. Nun wurden in diesem Jahr 18 Verkaufsstätten geprüft und es gab erfreulicherweise keine Verstösse. Die getesteten Betriebe sind bereits über die Testergebnisse informiert worden.

Weniger erfreulich ist, dass nur bei drei von 18 getesteten Verkaufsstellen die vom Gesetz vorgeschriebenen Hinweisschilder zum Jugendschutz gut ersichtlich angebracht waren. Die Verkaufsstellen sind gemäss Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung verpflichtet, die Hinweise zum Jugendschutz gut sichtbar anzubringen oder aufzustellen. Dies kann zum Beispiel an der Kasse oder im Gästebereich sein. (pd)