Gut, bleibt Kessler hartnäckig

Kessler nimmt Zunzer ins Visier Ausgabe vom 25. Juli 2014 Rathaus: Neu in Weiss statt Rosa Ausgabe vom 17. Juli 2014

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Da macht es sich aber der Stadtrat Marcus Zunzer doch sehr einfach: Wegschauen als Vermieter und dem Mieter freien Lauf lassen, um Tiere zu quälen, und sich dabei auf das Gesetz zu berufen, anstatt die Pacht auf der städtischen Liegenschaft zu kündigen.

Das Tierschutzgesetz wird bei weitem den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht. Und das ist besonders der Fall bei Kaninchen. Die grausame Käfighaltung von Kaninchen wird nur im Interesse der Pharma- und Tierversuchs-Industrie, welche ihre Versuchskaninchen möglichst billig auf engstem Raum halten will, erlaubt. In ihrer lebenslänglichen Isolationshaft werden bei den Kaninchen grundlegende angeborene Bedürfnisse permanent unterdrückt, was zu Apathie und psychischen Störungen führt. Wer solche offensichtliche Tierquälereien auf einem städtischen Grundstück stillschweigend akzeptiert, macht sich mitverantwortlich am Leiden dieser Tiere. Und das ausgerechnet ein Stadtrat, der sich als Politiker wegweisend verhalten sollte, denn der Tierschutz ist ein öffentliches Anliegen.

Gut, bleibt der Tierschützer Erwin Kessler, Präsident des Vereins gegen Tierfabriken (VgT), hartnäckig dran und arbeitet auf die Abwahl von Marcus Zunzer hin, denn wer Tierquälereien unterstützt, ist kein Vorbild für das Volk.

Claudia Zeier

Schweighofstrasse 24, Zürich

Etwas Helles hat die Stadt

Gemäss dem Departementschef Bau, Umwelt und Verkehr, Stadtrat Marcus Zunzer, entschied sich der Stadtrat einstimmig für das gebrochene Grauweiss beim Rathaus. Wollte er unter Führung der jungen Stadtpräsidentin Susanne Hartmann mit der Aufhellung des Amtshauses ein Zeichen setzten? Mit der Sportanlage Bergholz oder dem Entscheid für ein flächendeckendes Glasfasernetz ist die Äbtestadt auf einem Weg zu neuen Ufern. Hinein ins Zeitalter der Globalität? Weichere Töne anschlagen?

Jedenfalls steht in den Legislaturzielen des Jahresberichts für 2014 geschrieben: «Kundenfreundlichkeit/Kundenorientierung und Bürgernähe sowie Transparenz, kommunikative Offenheit. Dies erfolgt insbesondere auch auf dem Hintergrund der Gemeindevereinigung.» Es passt zum Entscheid des St. Galler Kantonsrats für das Öffentlichkeitsgesetz. Bürgerinnen und Bürger sollen nicht mehr weiter unter Generalverdacht geraten, wenn sie Einsicht in Akten und Pläne verlangen, wenn sie Fragen stellen.

Jahrzehntelang eingeübtes Missverhalten gräbt Furchen in den Acker, die nicht so leicht wieder ausgeebnet werden können. Das kann nur Schritt um Schritt gelingen. Mit gutem Beispiel voran. Hehre Ziele verlangen eine Zeitplanung sowie klare Zuständigkeiten. Nur so kann im Sinne eines Controllings sichergestellt werden, dass die einzelnen Massnahmen auch auf Kurs sind. Ein gerüttelt Mass an Knochenarbeit für die Führungsverantwortlichen.

Gottlob: Die Segel sind gesetzt. Das Rathaus leuchtet in taghellem Weiss – hoffentlich blutet das düstere Rot nicht bald durch.

Alex Häne

Höhenweg 9, Bronschhofen

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