Grünes Licht für Umgestaltung

Die Wiler Ortsbürger genehmigten an ihrer Versammlung einen Kredit von 350 000 Franken für Sanierungsarbeiten im Untergeschoss der Tonhalle. Die weiteren Themen reichten von Baurechtszinsen bis hin zum neuen Ortsbürgerwein.

Ursula Ammann
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Norbert Hodel Präsident Ortsgemeinde Wil (Bild: uam)

Norbert Hodel Präsident Ortsgemeinde Wil (Bild: uam)

WIL. Im Theatercafé und im Kleinen Saal der Tonhalle kehrt ein neuer Frühling ein. Voraussichtlich diesen Sommer. Nach Abschluss der Saison sollen die Sanierungsarbeiten im Untergeschoss (siehe Kasten) beginnen. Einen Kredit dafür haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Ortsgemeinde Wil an ihrer Versammlung vom Montagabend gutgeheissen. Er beträgt 350 000 Franken. Abzüglich des Kostenanteils, den der Tonhalle-Theaterbetrieb beiträgt, bleiben Nettoinvestitionen von 305 000 Franken. Auch dem Antrag, diesen Betrag sofort abzuschreiben, stimmten die Ortsbürger zu. Anwesend waren 115 von 1846 Stimmberechtigten. Das entspricht 6,2 Prozent.

Jährlich fehlen 64 000 Franken

Auch Jahresrechnung und Budget wurden genehmigt. Erstere schliesst mit einem Gewinn von 6500 Franken ab. Für das Jahr 2015 rechnet der Ortsbürgerrat mit einem Verlust von 105 000 Franken. Dafür sind unterschiedliche Faktoren verantwortlich. «Ein wesentliches Handicap, das uns einholt, ist die Tatsache, dass uns die bereits vorgezogenen Baurechtszinsen der Liegenschaft an der Toggenburgerstrasse 103 – besser bekannt als Coop-Tankstelle – heute fehlen», erklärte Ortsbürgerpräsident Norbert Hodel. Diese Zinsen hatte die Coop Mineralöl AG im Jahr 2003 in Form einer einmaligen Vorschussleistung von 980 000 Franken für 15 Jahre erbracht. Dies weil die Ortsgemeinde Wil für die damals bevorstehende Sanierung der Tonhalle zusätzliche finanzielle Mittel benötigte. Aufgrund dieser Vorauszahlung fehlen den Ortsbürgern bis 2019 jährlich 64 000 Franken, was sich in einem Defizit bemerkbar macht. Dennoch sei der damalige Entscheid, den Baurechtszins vorzubeziehen, richtig gewesen, betonte Hodel.

Wermutstropfen Stadtgeschichte

Neben der Sanierung des Untergeschosses der Tonhalle stehen in den nächsten Jahren weitere grössere Investitionen an. Etwa für das Weidgut, einen neuen Forstschlepper und für die Fassadenrenovation des Baronenhauses.

Das Jahr 2014 war punkto Bauarbeiten eine ruhige Zeit. So waren keine grösseren Aufwendungen notwendig. Anlass zur Freude boten diverse Veranstaltungen wie beispielsweise der Bürgertrunk, die Baronenhauskonzerte oder das 35-Jahr-Jubiläum des Chällertheaters. Aber auch die Saison 2014/2015 in der Tonhalle, die bereits 11 000 Besucher verzeichnete, wird positiv in die Geschichte eingehen.

Ein Wermutstropfen bot sich hingegen im Zusammenhang mit dem Projekt «Geschichte der Stadt Wil». An ihrer Versammlung 2014 genehmigten die Ortsbürger einen Kredit von 190 000 Franken für die geschichtliche Aufarbeitung der vergangenen 200 Jahre in der Äbtestadt. Vorgesehen war, dass sich die Stadt Wil mit einem Betrag in der selben Höhe beteiligt. Allerdings wies das Parlament den Kreditantrag zurück. Dieser Entscheid sei unverständlich, sagte Norbert Hodel. Es gelte ihn aber zu akzeptieren.

Erste Lese der Weissweintrauben

Auch die Kirschessigfliege an den Blauburgundertrauben machte der Ortsgemeinde respektive dem Rebwartspaar und seinen Helferinnen und Helfern zu schaffen. Ein grosses Ereignis war dafür die erste Lese der Müller-Thurgau-Trauben an der 2011 erstellten Terrassenanlage. Die Trauben waren von guter Qualität. Ob sich diese auf den Wein niederschlägt, kann jeder selbst testen. Der weisse «Stadtwy» ist ab Ende Woche in der Trotte erhältlich.

Das Theatercafé soll neu in Rot daherkommen. Damit wird das Farbkonzept vom Foyer und Theatersaal aufgenommen. (Bild: pd)

Das Theatercafé soll neu in Rot daherkommen. Damit wird das Farbkonzept vom Foyer und Theatersaal aufgenommen. (Bild: pd)

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